BUDDERSIDE – SPIRITUAL VIOLENCE

Albumtitel

Spiritual Violence

Label/Vertrieb

Motörhead Music/Silver Lining

Veröffentlichung

26.03.2021

Laufzeit

33:43 Minuten

BUDDERSIDE…….nein, „no jokes about names“ hat mir mal ein guter Freund und Stand Up Comedian gesagt. Wobei der Name der Kapelle gerade in unserem Sprachgebiet dazu einlädt Schabernack zu treiben.
Kommen wir lieber zur musikalischen Seite, denn BUDDERSIDE legen mit „Spiritual Violence“ ihr zweites Album vor. Wobei ich schon bei der Ankündigung der Scheibe recht stutzig war. Gastsängerin der BUTCHER BABIES Frontdame, Gitarrenarbeit bei einem Song von Phil Campbell (MOTÖRHEAD), abgemischt von dem und produziert von jenem. Das man gerne Referenzen streut ist ja völlig okay, wenn das aber Überhand nimmt werde ich skeptisch. Das ist dann ähnlich wie bei einem neuen Film: da stehen dann diverse bekannte Namen auf dem Plakat, die aber nur minimal was mit dem Film überhaupt zu tun haben. Denn meistens ist der Streifen dann auch höchst durchschnittlich und mit diesem „Namedropping“ versucht man falsche Erwartungen zu wecken oder noch ein paar Nasen neugierig zu machen.
BUDDERSIDE spielen gepflegten Heavy Rock ohne viele Ecken und Kanten. Ist der Einstieg recht fulminant mit „Wide Awake“, verflacht danach „Spiritual Violence“ bis Song Nummer 5, „I’m A Man“. Im letzteren wird der Refrain dann auch mehr gejammert als gesungen, so dass man davon ausgehen muss dass es echt ein hartes Los ist, heutzutage ein junger weißer Mann in Los Angeles zu sein, der in einer Rock Band spielt.
Im Anschluss versucht man sich an einem Cover. Ob der große JOHNNY CASH begeistert sein würde, wenn er diese Version von „Folsom Prison Blues“ hören könnte? Fraglich, aber das Quintett verlieht dem Ganzen wenigstens eine eigene Note. Von daher geht das schon in Ordnung.
Leicht Balladen-artig geht es mit „Things We Do“ weiter, inklusive massivem Keyboard und Kinder Chor.
Mit den letzten drei Songs wird die metallische Schraube allerdings wieder ordentlich angezogen, so dass es mit „Feels So Good“, „Soul Searches“ und „Daygobah“ einen doch recht guten Abgang gibt.
Produziert wurde „Spiritual Violence“ mit ordentlich Wumms und viel Liebe zum Detail, da kann man nicht meckern.
Schlußendlich fehlt es BUDDERSIDE für meinen Geschmack aber an einer gewissen Eigenständigkeit oder einem Merkmal, das die Truppe herausstechen lässt aus der großen Masse. Soweit ist es noch nicht, aber kann ja noch werden.

Fazit
BUDDERSIDE liefern Heavy Rock von der Stange, inklusive Highlights und Ausfallerscheinungen
8
von 15
Durchschnittlich
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!