MAJESTIC MASS – ONWARDS (EP)

Albumtitel

Onwards (EP)

Label/Vertrieb

Helter Skelter Productions/Regain Records

Veröffentlichung

16.03.2021

Laufzeit

08:39 Minuten

Mit dieser dänischen Band ergibt sich der klassischen Fall, das der Underground sein schwarzes Unwesen durch und durch treibt. Glaubt man dem Promofoto, besteht MAJESTIC MASS aus 3 Mitgliedern. Bildlich gesprochen klopft das Trio auf der Suche nach einer festen musikalischen Heimat an den Haustüren der verschiedenen Metalgenre vergeblich an. Nach den logischen Abweisungen entscheiden sich die Dänen für ein abstrakt klingendes eigenes Soundgebräu. Der Band nun direkt den Black Metal Stempel aus der Geburtsstunde des Genre aufzudrücken wäre zu einfach und würde dem Lärm nicht gerecht werden. In erster Linie ist ranziger Garagensound zu vernehmen, mit einem Mix bestehend aus durchsetzten schwarzen Heavy Metal-Rock’n’Roll-Punk Geschrubbel.

Das MAJESTIC MASS es geschafft haben, bereits 2018 ein vollwertiges ‚Studioalbum‘ oder besser gesagt Garagenalbum „Savage Empire of Death“ zu produzieren, grenzt schon an ein kleines Wunder. Anhand ihrer spielerischen Möglichkeiten holen sie für sich das Beste bei heraus. Bei solchen Projekten stellt sich schnell die Frage: „ist das noch Kunst, oder kann das weg ?“ Auch wenn MAJESTIC MASS fern ab der Norm lärmen und für den ein oder anderen zu schräg erscheinen, ist es ihre künstlerische Freiheit, die sie musikalisch füllen.

„You wanted the best, you got the (bloody) best. The hottest band in the world ….Fantastic Fucking MASS.“ Diese weltberühmte Einleitung eines KISS Konzert, lässt in diesem Zusammenhang jedem Die-Hard Fan der ‚Schock-Rocker‘ das Blut in den Adern gefrieren, wenn es diese Zeilen als Intro zu  MAJESTIC MASS – „Onwards“ EP vernimmt. Da sollten die Dänen einfach drauf hoffen, das die KISS Army ihnen nicht die Haustür eintritt. Zumindest klingt der betreffende Track „Thy Ravenous Storm“ recht rockig und teils hörbar. Somit besteht die große Hoffnung auf etwas Gnade. Die hellen Synthesizer im Stil von DEEP PURPLE und die geschmackvollen Rocksoli distanzieren die Gruppe noch weiter von Black Metal, ebenso wie die punkigen frühen Riffs im IRON MAIDEN-Stil, die manchmal zu hören sind. „Reaping Fires“ klingt wie rotziger Black Rock, wo einfach jeder seinen Senf dazu gibt. Es wird viele klassische Rockfans geben, die dieses Zeug hassen werden. Es wird viele Black Metal-Fans geben, die dieses Zeug für dumm halten. Aber es wird ein kleinen Teil von Leute geben, die erkennen, dass es in Ordnung ist, ab und zu ein bisschen verrückt zu sein. 

Zusammenfassend ist MAJESTIC MASS eher als eine Underground Spaßkapelle einzuordnen, die weder sich, noch andere ernst nehmen. Das ganze erinnert stark an die skandinavischen Black Metal Verwurster THE BLACK SATANS.

„Also ist das noch Kunst oder kann das weg ?“

Fazit
Zur Verteidigung der Rock und Spaßgesellen von MAJESTIC MASS gilt die künstlerische Freiheit ! Nicht jeder wird diesen tiefschwarzen Humor verstehen ! Urteil dieser KISS Blasphemie: Höchststrafe in Form von 3 Punkten.
3
von 15
Erbärmlich
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