SPLENDIDULA – SOMNUS

Albumtitel

Somnus

Label/Vertrieb

Argonauta Records

Veröffentlichung

29.01.2021

Laufzeit

42:55 Minuten

Die umtriebigsten sind die Belgier von SPLENDIDULA nicht. „Somnus“ ist erst das dritte Alben der Kapelle, die bereits seit 2008 besteht. Nun kann man natürlich argumentieren dass Qualität auch manchmal dauern kann, und der Theorie werden wir nun auf den Grund gehen.
Der Opener „Somnia“ mach völlig klar wohin die Reise geht: sehr doomiger Sludge Metal, über dem die klare Stimme von Frontfrau Kristien Cools thront. Das Ganze wird auf etwas über Acht Minuten gestreckt, und lediglich zu Beginn gibt es einen Part der mir spanisch vorkommt. Ansonsten baut der Track kontinuierlich Spannung auf, bevor es zum Ende richtig stark wird, inklusive Double Bass und kurzzeitiger Geschwindigkeitsverschärfung. Das macht schon mal Laune auf mehr.
Der folgende Song „Void“ beginnt dann aber erstmal mit tiefen Growls, hier hilft Gitarrist Pieter Houben aus. Und auch hier besteht der Reiz von SPLENDIDULA aus dem Wechselspiel zwischen dem glockenklaren Gesang und den drückenden, tonnenschweren Riffs und der schleppenden Rhythmus Fraktion. „Incubus“ kommt dann auch mit gesprochenen Passagen und etwas mehr Gegröle daher, aber im Großen und Ganzen bleibt das Konzept gleich.
Als Vergleich kam mir da OCEANS OF SLUMBER in den Sinn, auch wenn dieser sich hauptsächlich auf das Wechselspiel zwischen Musik und Gesang bezieht. Und so interessant wie die 6 Stücke auch sind, so gibt es doch immer wieder mal Passagen die auf den ersten Eindruck nicht passen bzw. in denen der klare Gesang etwas „schief“ wirkt. Bei einigen hat sich das auch beim zweiten Durchlauf noch nicht geädert, bei anderen Stellen ergab dass dann schon Sinn.
So bleibt festzuhalten dass SPLENDIDULA auf „Somnus“ eine Menge guter Ideen in sechs Tracks verbaut haben, die allerdings bei mir nicht zu 100% zünden wollen.
Die Produktion ist astrein, der Sound kommt sehr drückend aus den Boxen und der Gesang hebt sich sehr schön davon ab.

Fazit
Ein starkes Album mit kleineren, aber absolut verschmerzbaren Unregelmäßigkeiten. Eine Dreiviertelstunde bekommt man hier unterhaltenden Schwermut!
11
von 15
Gut
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!