ABSTRACT THE LIGHT – MAGNA SAPIENTIA QUAERERE-TO THE DEPTHS OF THY SOUL

Albumtitel

Magna Sapientia Quaerere-To The Depths Of Thy Soul

Label/Vertrieb

Talheim Records

Veröffentlichung

31.10.2020

Laufzeit

72:34 Minuten

Black Metal aus Australien kommt mir auch nicht jeden Tag auf den Tisch, also schauen wir doch einmal was ABSTRACT THE LIGHT so können. Gegründet irgendwann um 2016 herum, da erschien zumindest mal ein Lebenszeichen in Form einer EP von dem Quartett. Nun das erste vollständige Album. Die Kapelle kommt aus Adelaide, moment, da klingelt was…..stimmt, MOURNFUL CONGREGATION kommen da auch her, und die habe ich sogar schon live gesehen. Und warum sollte es in Australien anders sein als in anderen Ländern, wo auch Musiker in zahlreichen Kapellen zocken: Bassist Ben Veniamin spielt in beiden Bands. Kommen wir zu der Mucke auf „Magna Sapientia Quaerere-To The Depths Of Thy Soul“, ein äußerst sperriger Titel wie ich finde. Und ähnlich verhält es sich mit den Songs, den diese sind alles andere als einfach zu konsumieren. Gerade die ersten beiden Songs, „H.U.N.T.E.R.“ und „Spinning Plates In The Tapestry Of Existence“ sind echte Brocken, stellenweise schon progressiv und mit allerlei Ecken und Kanten versehen. Klar bleibt Black Metal die Marschrichtung, aber ABSTRACT THE LIGHT wollen Atmosphäre schaffen. Mit schleppenden Passagen, klarem Gesang und akustischen Einlage. So richtig funktioniert das aber erst für mich ab Track Nummer Drei, „Waters Of Fire“. Bei den ersten beiden Ungetümen gibt es immer mal wieder diesen Moment, wo ich mir die Frage stelle ob diese Wendung jetzt auch noch wirklich in den Song musste, oder diese Tempoverschleppung, oder dieser Blastspeed Part.
Bei einer gesamten Spielzeit von über 70 Minuten für 7 Songs kommen wir also auf einen Durchschnitt von 10 Minuten pro Nummer. Da bleibt es nicht aus dass man nicht jede Variation gnadenlos abfeiert. Hier und da wäre „weniger etwas mehr“ gewesen.
Weiterhin fällt mir der etwas zu dünne Sound negativ auf. Jaja, Black Metal muss so kalt und düster klingen, das ist mir schon klar, trotzdem darf die ganze Sache immer noch einen gewissen Druck haben, oder nicht?
In der Summe ist das Debüt von ABSTRACT THE LIGHT trotzdem gelungen, der atmosphärische Black Metal ist abwechslungsreich gestaltet und die Musiker haben jede Menge Ideen umgesetzt. „Magna Sapientia Quaerere-To The Depths Of Thy Soul“ ist ein sehr eigenständiges Black Metal Album, dass sich äußerst positiv von dem einheitlichen Corpsepaint-Hochgeschwindigkeits-Geballer absetzt.

Fazit
Starkes und abwechslungsreiches Debüt, auch wenn nicht jeder Schuss ein Treffer ist!
11
von 15
Gut
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!