CAEDES CRUENTA – OF RITUAL NECROPHAGIA AND MYSTERIOUS GHOUL CULTS

Albumtitel

Of Ritual Necrophagia And Mysterious Ghoul Cults

Label/Vertrieb

Regain Records

Veröffentlichung

01.02.2021

Laufzeit

61:17 Minuten

Neben der eisigen skandinavischen Blackmetalwiege manifestiert sich seit Jahrzehnten auch eine Extreme Metal Szene in der südeuropäischen Heimat der Akropolis. Neben bekannten Vertreter wie ROTTING CHRIST, VARATHRON und ASTARTE buhlt das Corpsepaintquintett CAEDES CRUENTA seit 2003 um die Gunst der Hörerschaft. Nach „Dämonenschatten“ (2010) und „Seelenruinen“ (2014) wird nun mit „Of Ritual Necrophagia And Mysterious Ghoul Cults“ der 3. Anlauf genommen. Das die Athener Combo sich zur Produktion der aktuellen Platte unter die Fittiche von Regain Records begeben hat, ist als qualitativer Fortschritt zu bewerten. Bei den hier getätigten Aufnahmen haben sich CAEDES CRUENTA aus dem Schatten der räudigen Garagentonqualität gelöst, was für true Black Metal Fans einem Schlag ins Gesicht gleichkommt.
Stilistisch zeichnet sich auf „Of Ritual Necrophagia And Mysterious Ghoul Cults“ die unbeirrte Fortsetzung ihres eingeschlagene Weges ab. Insgesamt fällt eine durchschnittlich hohe Spielzeit der einzelnen Lieder ins Auge. Für das Album produzierte Video „Of Ritual Necrophagia And Mysterious Ghoul Cults“ zieht sich der Schluss daraus, das die Bandmitglieder einen Fabel für low budget Filme aus den Anfangszeiten des Horrors haben. Diese oldschool Filmschinken haben einen gewissen Kultstatus, locken aber heutzutage keinem mehr einen Schauer über den Rücken. Nach diesem überstandenem Gruselspaß taucht man in die Welt von CAEDES CRUENTA ab.
Beim Albumtiteltrack sind alle Instrumente vorhanden die einen melodischen Black Metal komplettieren. Neben den keifend kalten Vocals von Echetleos verirrt sich bei dem Opener auch ein Heavy Metal Guitarrensoli. „The Mystical Ritual of the Dark Priests“ fällt Anfangs eher unter den Besuch eines Klassikorchesters als das es Schwarzmetal im eigentlichen Sinne versprüht. Dafür geht es atmosphärisch in rasender Geschwindigkeit durch den zweiten Teil des Songs. Es besteht kein Zweifel daran: sobald die Mitglieder von KAWIR, BLACK BLOOD INVOCATION und HATE MANIFESTO sich bei CAEDES CRUENTA zusammenfinden, wird eine sehr gute Qualität an Black / Death Metal gezockt, die Griechenland zu bieten hat. Dies sind nur einige der Bands, an denen die Mitglieder beteiligt sind und die sich sogar bis zur mächtigen und mürrischen Disharmonie erstrecken. Im Sektor des Melodic Black Metal ist das Album eindringlich und unheimlich, auf der anderen Seite mit einer Priese dunkle Romantik und erzeugt eine majestätische Grundstimmung.  Die Vocals sind roh, besonders in den knurrenden Death Metal-Parts, wo es eine Art heiseres Grunzen gibt, das verdammt klingt, das kontrastiert und dennoch von scharfen, harten, weitläufigen Brüllen unterstützt wird.
„Of Ritual Necrophagia and Mysterious Ghoul Cults“, „From the Darkest Paths of Golgotha“ und „The Wizard of Yaddith“ sind nur einige Favoriten des Albums, wenn es drum geht hier aus dem Gesamtwerk etwas Gutes hervorzuheben.

Fazit
Ein beständig produziertes Album, welches sich seinen Platz in der Metalhistorie sichert!
11
von 15
Gut
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