CRO-MAGS – 2020 (EP)

Albumtitel

2020 (EP)

Label/Vertrieb

Mission Two Entertainment

Veröffentlichung

11.12.2020

Laufzeit

20:20 Minuten

Nachdem der ellenlange und elende Rechtsstreit um den Namen CRO-MAGS erledigt war gab es schon zu Mitte dieses Jahres neue Musik von Harley Flanagan und seinen Kapeiken. Eigentlich wäre auch eine Tour angedacht gewesen aber dass ist ja bekanntermaßen alles ins Wasser gefallen.
Da man aber anscheinend noch Material übrig hatte oder die Zeit einfach sinnoll nutzen wollte im Hause CRO-MAGS gibt es eben noch mal eine EP zum Ende des Jahres.
Also widmen wir uns den 6 Stücken auf dieser Mini Scheibe, deren Laufzeit mit dem Titel übereinstimmt. Allerdings wurde hier etwas nachgeholfen. Ursprünglich soll das alles Zufall gewesen sein, dass die EP bei einer Laufzeit von 20 Minuten und 16 Sekunden fertig war, und so hat man noch eben irgendwo 4 Sekunden lang Krach drangehängt. Naja…..
Ob man überhaupt diese EP hätte veröffentlichen müssen stell ich auch mal zur Diskussion, denn der musikalische Mehrwert der EP „2020“ ist doch recht  überschaubar. Opener „Age Of Quarantine“ ist eine Anspielung auf den alten Gassenhauer „Age Of Quarrel“ und funktioniert auf seine Art und Weise ganz gut, auch wenn der Song einfach zu lang geworden ist. Der Titeltrack ist nahezu eine reine Instrumental Nummer und sehr unspektakulär.
„Life On Earth“ ist ein kurze und knackige Nummer unter 2 Minuten, die aber nur im Midtempo bleibt, was ich nicht wirklich verstehe.
Echte Granaten sind die beiden folgenden Lieder „Violence And Destruction“ sowie „Chaos In The Streets“. Das ist echtes CRO-MAGS Material, eine schöne Vermischung von Hardcore und Metal.
Das abschließende „Cro-Fusion“ ist wohl ein kläglicher Versuch einer instrumentalen Free Jazz/Hardcore Crossover Mischung, die aber einfach nur nervt und nur wirklich einmal zu ertragen ist. Furchtbar!
Schlußendlich bleiben zwei wirklich gute Songs mit einer dumpfen Produktion. Ich hoffe mal, dass die CRO-MAGS demnächst eine echtes Album raushauen und diese Experimente unterlassen.

Fazit
Recht überflüssige EP mit nur zwei guten Songs.
6
von 15
Zwiespältig
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!