POWERSTROKE – THE PATH AGAINST ALL OTHERS

Albumtitel

The Path Against All Others

Label/Vertrieb

Graviton Music Services

Veröffentlichung

19.11.2020

Laufzeit

54:04 Minuten

Tatsächlich sind POWERSTROKE kein unbeschriebenes Blatt im dichten Metal Dschungel. Die Belgier sind seit 2007 aktiv, haben schon 5 vollständige Alben heraus gebracht und im Jahre 2011 den Metal Battle Wettbewerb auf dem Wacken Open Air Festival gewonnen. Zu großer Bekanntheit hat das aber bisher nicht gereicht. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die gespielte Musik, die sich zu einem schwierig beschreiben lässt, und zum anderen sich über viele Grenzen hinwegsetzt. Grundsätzliche Basis ist ein sehr grooviger bzw. thrashiger Metal, der sowohl mit sauberen Vocals wie auch mit Gekreisch und Gegröle daherkommt. Stellenweise erinnert mich das Grundgerüst das ein oder andere Mal FEAR FACTORY, allerdings ohne das sterile (was den Sound betrifft) und auch nicht das “mechanische”, dass vor allem das Riffing und das Schlagzeugspiel der “Angstfabrik” ausgezeichnet hat. Zurück zu POWERSTROKE und “The Path Against All Others”, dass mit 13 Songs und einer Laufzeit von knapp 55 Minuten ordentlich “value for money” bietet. Unnötig zu erwähnen dass Abwechslung bei dem Quintett hoch im Kurs steht, was bei derartiger Vielfalt aber nicht ganz ohne Probleme abläuft. Denn so gibt es Songs wie “By My Command” oder auch “Tearcollector”, die sofort funktionieren und gut ins Ohr gehen. Auf der anderen Seite aber auch “The Awakening” oder “Legacy Of Life”, bei denen es mehrerer Anläufe benötigt. Allerdings ist auch hier nicht garantiert, dass sie den Zuhörer komplett abholen. “Dying Vein” wäre so ein Kandidat, der leider gar nicht funktioniert.
Ansonsten kann sich die Mischung durchaus sehen lassen, hier werden viele Zutaten durcheinander gewirbelt die einen positiven Effekt hinterlassen. Nicht bei jedem Song passt es, und gelegentlich wirkt der ein oder andere völlig fremde Part innerhalb eines Liedes auch etwas sehr gezwungen.
Im großen und Ganzen kann aber “The Path Against All Others” überzeugen und unterhalten.

Fazit
Wer mit einem breiten Stilmix aus Modern/Groove/Thrash Metal, Hardcore und sonstigen Ausflügen klar kommt, bekommt hier einen sehr guten Gegenwert für seine Knete.
11
von 15
Gut
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!