RUSTY EYE – DISSECTING SHADOWS

Albumtitel

Dissecting Shadows

Label/Vertrieb

Blood Blast Distribution

Veröffentlichung

23.10.2020

Laufzeit

41:34 Minuten

Manchmal ist es schon ein wenig komisch wie eine Band unter dem Radar bleiben kann. RUSTY EYE stammen ursprünglich aus Mexiko, haben sich aber mittlerweile in Kalifornien angesiedelt. Das Trio existiert schon seit 1995, hat bereits vier komplette Alben und darüber hinaus eine Vielzahl anderer Veröffentlichungen heraus gebracht. Das wirklich besondere an RUSTY EYE ist allerdings die Musik die die Truppe spielt. Die Basis ist eigentlich eine Art Horror Punk wie ihn die MISFITS Ender der 90er Jahre mit Michale Graves am Mikrophon etabliert haben. Allerdings belassen es die drei nicht bei einem simplen Uffta Uffta Takt sondern mischen eine Vielzahl anderer Einflüsse in ihre Musik ein. Double Bass, Synthie Einspieler, technische Spielereien, Breaks, Gitarren Soli……alles wird munter in den Topf geworfen. Obendrauf gibt es auch verschiedene Gesangstile. Schlagzeugerin “Miss Randall” bleibt bei klarem Gesang, während Bassist “Mr. Rust” von tiefen Vocals bis zu Gegrowle alles andere abdeckt.
Das bietet auf der einen Seite eine Menge Abwechslung, gerade beim ersten Hörgenuss, auf der anderen Seite muss man als Zuhörer darauf auch Bock haben und sich in gewisser Weise darauf einlassen. So wirkt gerade beim ersten Durchlauf nicht alles rund auf “Dissecting Shadows”, so einiges relativiert sich aber beim mehrmaligen Hören der Scheibe.
Die Produktion ist mir wesentlich zu stumpf ausgefallen, alles ist sehr höhenlastig aufgenommen worden.
Wer eh schon mit musikalischen Scheuklappen durch die Gegend läuft wird sich mit RUSTY EYE nicht anfreunden. Allen anderen sei dahingegen eine klare Empfehlung ausgesprochen sich mit “Dissecting Shadows” einmal näher zu beschäftigen. Viele der Songs holen einen erst beim zweiten Durchlauf ab, aber man kann eine Menge Spaß mit der der Scheibe haben. Gerade wegen dem hohen Grad an Abwechslung bekommen RUSTY EYE ein Empfehlung von mir ausgeschrieben. Und ich würde die Band wirklich gerne mal live erleben.

Fazit
Eine interessante und abwechslungsreiche Platte!
11
von 15
Gut
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!