Byfist – In The End

Albumtitel

In The End

Label/Vertrieb

Pure Steel Records / Soulfood

Veröffentlichung

25.09.2020

Laufzeit

46:01 Minuten

Von den US-Metallern Byfist durfte ich 2002 eine Demo-CD besprechen, was mich nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Jetzt 18 Jahre später kommen die Amerikaner mit ihrem Debütalbum “In The End” daher. Das ist seltsam, oder? Die in den späten Achtzigern gestartete Combo existierte nur bis 1991 und in der damaligen Zeit waren Albumproduktionen verdammt teuer, so eine Schwemme wie heute gab es da nicht. Deshalb gab es damals wahrscheinlich nur ne Single, eine EP und ein Demo. Dann wurde ab 1999 das Demo “Adrenalin” mehrfach veröffentlicht und 2000 meldete sich die Truppe zurück an der Bandfront. Passiert ist erst einmal gar nichts, 2008 erschien auf einem kleinen Label die Compilation “Preserving the Past: The Collection” mit dem ganzen Material je gemacht hat. Nun satte 12 Jahre später präsentieren uns Byfist mit “In The End” (was für ein Titel!) endlich ihr Debüt.
Langes Intro, aber das musste sein! Ich habe nie damit gerechnet, dass die Truppe noch einmal zurückkehrt und dann noch mit so einer packenden Scheibe! Von der Urbesetzung ist nur noch Gitarrist Nacho Vara an Bord. Der hat mit den neuen Musikern anscheinend alles richtig gemacht, besonders mit Frontmann Raul Garcia der mit seiner Röhre wie eine Mischung aus David Wayne und Bobby Blitz verdammt überzeugen kann. Der Kerl hat dazu noch viele Facetten und den packenden Liedern setzt er gekonnt seinen Stempel auf. Auch wenn die Lieder an sich recht simpel und geradlinig sind, haben sie alle ihren Charme und auch ruhige Passagen wie bei der sich langsam aufbauenden fast schon Ballade “Ship Of Illusion”. Diese Nummer mutiert zum fetten Midtempostampfer mit amtlichen Schreien, da ist Gänsehautalarm.

US / Power Metal Fans sollten hier zuschlagen!

Fazit
Was lange währt, wird endlich gut. Das Debüt von Byfist kann sich hören lassen!
11
von 15
Gut
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)