OLD MOTHER HELL – Lord Of Demise

Albumtitel

Lord Of Demise

Label/Vertrieb

Cruz Del Sur/Soulfood

Veröffentlichung

23.10.2020

Laufzeit

38:27 Minuten

Das Debüt von OLD MOTHER HELL im Jahr 2018 erzeugte gute bis sehr gute Reaktionen und so ist die Fanszene äußerst gespannt, ob die Mannheimer ihre starke Leistung wiederholen können. Nach zwei Durchläufen war ich noch nicht wirklich überzeugt von „Lord Of Demise“, denn Übersongs wie „Narctic Overthrow“ oder „Old Mother Hell“ vermochte zunächst ich nicht auszumachen. Glücklicherweise gab ich dem Dreher aber noch weitere Chancen und siehe da, nach kurzer Zeit kam der Durchbruch und die Nummern erschlossen sich mir mehr und mehr und zogen mich dauerhaft in ihren Bann. Nach wie vor spielt das Trio in einer eigenen Nische, die teilweise an W.A.S.P. erinnert, in erster Linie aufgrund des Gesangs von Bernd Wener, kombiniert mit fetten Heavy Rock-Trades und ein paar epischen Momenten. Das hört sich nicht nur interessant an, das ist es auch. Gerade der Titeltrack ist dafür ein Paradebeispiel. Einen wesentlichen Unterschied zu den allermeisten Epic-Bands stellen die Lyrics dar. BEI OLD MOTHER HELL stehen nicht Schwerter und Sagengestalten im Vordergrund, sondern knallharte soziale Themen. Das eindringliche „Avenging Angel“ behandelt das Thema Missbrauch und der fette Stampfer „Edge Of Time“ dürfte sich selbst erklären.

Am Ende haben OLD MOTHER HELL acht neue Songs verfasst, die alle um die fünf Minuten lang sind und durchweg breitbeinig aus der Box stampfen. Das Händchen für  gute Melodien und fette Riffs hat die Band sich bewahrt und als Trio so druckvoll zu klingen, wie es auf „Lord Of Demise“ der Fall ist, ist nicht selbstverständlich. Erwähnt sei noch, dass der neue Drummer Michael Frölich durch seine technische Versiertheit hörbar zum Gelingen des Zweitwerks beiträgt. Man darf auf Livekonzerte hoffen, denn auf Vinyl stark zu klingen ist das eine, aber auf der Bühne sind die Mannheimer eine noch größere Macht.

Fazit
Die Mannheimer erfüllen nach dem starken Debüt alle Erwartungen und liefern mächtigen Heavy Metal mit epischen Anleihen.
13
von 15
Hervorragend
Heavy Metal is Immortal!