SIX FEET UNDER – NIGHTMARES OF THE DECOMPOSED

Albumtitel

Nightmares Of The Decomposed

Label/Vertrieb

Metal Blade Records/Sony

Veröffentlichung

02.10.2020

Laufzeit

43:31 Minuten

Es ist nicht einfach mit SIX FEET UNDER. Als die Meldung durch die Metal Szene waberte, dass Gitarrist und ebenfalls Gründungsmitglied von CANNIBAL CORPSE Jack Owen zu SIX FEET UNDER stoßen würde, machte sich dezente Hoffnung breit, dass die kommende Scheibe wieder mehr Qualität bringen würde. Nun liegt „Nightmares Of The Decomposed“ vor und die CD ist soeben das erste Mal durch gelaufen. Das erste Gefühl ist dann aber leider doch eine gewisse Ernüchterung die da hängen bleibt. Der Einstieg „Amputator“ ist tatsächlich ganz gefällig, aber schon mit der zweiten Nummer „Zodiac“ bekomme ich Stirnrunzeln. Das soll alles sein? Ein wirklich einfaches Riff, ein stumpfer Beat und Chris Barnes Geröhre, mehr nicht? Ja, leider ist das so. Ich will ja gar nicht abstreiten dass es durchaus, und auch gerade im Death Metal, mit einfachen Mitteln auch Wege zum Erfolg gibt. Verdammt, die gesamte Punk Szene rühmt sich damit mit drei Akkorden einen ganzen Musik Stil am Laufen zu halten.
Und SIX FEET UNDER waren noch nie die großen Techniker oder begnadete Songwriter. Aber zumindest gibt es Scheiben und auch einzelne Songs von SFU, die abwechslungsreich sind oder mächtig Arsch treten. Davon ist man auf „Nightmares Of The Decomposed“ aber weit entfernt.
Die wirklich guten Stücke kann ich hier an einer Hand abzählen, und zu oft bleibt einfach nur Enttäuschung. Dem Ganzen setzt der Song „Dead Girls Don’t Scream“ dann die Krone auf. Der Song ist wirklich an Belanglosigkeit nicht zu überbieten.
Nun ja, was soll es, irgendwas hat sich Mister Barnes dabei schon gedacht. Sein Gesang lässt auch hier und da etwas zu wünschen übrig. Und die eingestreuten Pig Squeals wirken eher nervend als abwechselnd.
Die Gitarren Riffs sind leider auch nur im Mittelmaß anzusiedeln, die eingestreuten Soli mal mehr, mal weniger passend. Womit wir auch bei der Produktion als Ganzes angekommen wären, die sich leider der musikalischen Qualität nahtlos anpasst. Ein sehr dünnes Schlagzeug ist zu hören, was dazu führt, dass die die eh schon recht drucklose Aufnahmen noch mehr an Punch verliert.
„NIghtmares Of The Decomposed“ ist für Fans wahrscheinlich immer noch ein Fest, aber auch hier wird es Stimmen geben die den Qualitätsverlust anmerken werden. Aber im großen Wust der Death Metal Veröffentlichungen in diesem Herbst/Winter spielen SIX FEET UNDER leider nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit
Schwaches Album, dass es stellenweise nur schafft durchschnittlich zu klingen
6
von 15
Zwiespältig
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!