REALIZE – MACHINE VIOLENCE

Albumtitel

Machine Violence

Label/Vertrieb

Relapse Records/Membran

Veröffentlichung

25.09.2020

Laufzeit

41:54 Minuten

Die Veröffentlichungen im Allgemeinen von Industrial Bands ist in den letzten Jahren recht übersichtlich geworden. Zumindest kommt es mir so vor, mag sein dass ich mich irre und das nicht mitbekomme, aber es fühlt sich zumindest für mich so an.
Das amerikanische Trio von REALIZE war mir bis zu dieser Veröffentlichung auch unbekannt, und auch sonst findet man relativ wenig über die Band.
Aber das ist ja nicht so wichtig, in erster Linie soll es um das neue Album “Machine Violence” gehen. Und das hat es durchaus in sich. Als in den Neunzigern Bands wie MINISTRY, NAILBOMB oder auch GODFLESH für Aufsehen sorgten, wäre diesem Album sicherlich mehr Aufmerksamkeit zuteil geworden. “Machine Violence” ist sehr kompromißlos, kombiniert harte Gitarrenriffs und treibende Rhythmen mit brachialen elektronischen Spielereien. Schon der dauer-verzerrte Gesang spricht da eine deutliche Sprache. Darüber hinaus gibt es kein echtes Schlagzeug. Dies wurde elektronisch hinzugefügt, ebenso wie allerlei Effekte und “Geräusche”. Und auch die Produktion klingt gewollt rauschig und etwas verwaschen, trotzdem aber immer noch mit ordentlich Wums.
REALIZE bleiben eher im gemäßigten Tempo und verlassen sich dabei auf eher schleppende Songs mit einer kühlen und bedrückenden Atmosphäre. Laut Presseinfo behandeln die Songs das Thema der stärker werdenden Konvergenz zwischen organischem Leben und Maschinen. diese Beschreibung trifft es ganz gut.
“Machine Violence” ist ein schwer verdaulicher Happen, der sich nicht wirklich zum Nebenbeihören eignet. Auch haut mich nicht jeder Song vom Hocker, denn spätestens zur Hälfte der Scheibe kommen einem die Songs doch etwas gleichgeschaltet vor. Andererseits schaffen es REALIZE die Spannung hoch und den Zuhörer bei der Stange zu halten. Es bleibt ein überdurchschnittlicher Gesamteindruck einer etwas untergegangenen Spielart des Metal.

Fazit
Industrial Metal mit Ecken und Kanten, aber für Neugierige und Wiedereinsteiger durchaus geeignet!
10
von 15
Interessant
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!