The Outlaws – Live At Rockpalast 1981

Albumtitel

Live At Rockpalast 1981

Label/Vertrieb

Mig Music

Veröffentlichung

25.09.2020

Laufzeit

60:56 Minuten

Das Jahr 1981 war ein ganz besonderes Jahr. Nicht nur, dass ich in diesem Jahr das Licht der Welt erblickte – Obendrein durften sich auch Freunde des gepflegten Southern Rock freuen, dass es THE OUTLAWS erstmals nach Deutschland schafften und dann auch noch auf den heiligen Loreley Felsen im allerschönsten aller Bundesländer.

Dass Band und Publikum Spaß aneinander hatten, merkt man den Aufnahmen an. Wenn auch die Soundqualität durchaus davon zeugt, dass sich in den letzten vier Jahrzehnten im Soundbereich was getan hat. Im Vergleich zu heute rummst das dann doch eher auf gehobenen Stadtfestniveau, wenn auch der transparente Klang von kundigen Händen an den Reglern zeugt. Wo die Stärken der Band, auch im Vergleich zu anderen Kapellen des Genres, liegen, zeigen THE OUTLAWS mehr als deutlich in „Green Grass And High Tides“, das sie zu einem Jam von über 20 Minuten aufdonnern, ohne dass Langeweile aufkommt. Musikalisch und technisch sind die Südstaatler halt überaus sattelfest unterwegs. Wo wir grade im übertragenen Sinne zu Pferde unterwegs sind: „Ghostriders In The Sky“ – ihren kommerziell erfolgreichsten Song präsentieren THE OUTLAWS zum Abschluss von „Live At Rockpalast 1981”. Dadurch wird die Scheibe nicht nur ein schönes Zeitdokument, sondern eine runde Sache. Dazu trägt auch die beiliegende DVD des Auftritts bei. Schnitt und Sound wirken natürlich auch etwas altbacken, aber die Bilder von Band und Publikum nehmen einen mit auf eine wunderbare Reise 40 Jahre zurück. Kann auch Spaß machen. Ob man aber im 21. Jahrhundert in einer Promo-Info noch von überdimensionalen Südstaatenbannern schwärmen muss ist eine Frage, die sich von selbst mit einem eindeutigen Nein beantwortet. Was damals (und leider noch viel zu lange) vielleicht noch als  Folklore durchging, wird heute als Symbol für Rassismus, Ausbeutung und Unterdrückung verstanden. Da hätte es seiner ganz anderen Kommentierung bedurft.

Tracklist:

1) Devil’s Road
2) Hurry Sundown
3) Holiday
4) Long Gone
5) Angels Hide
6) Waterhole
7) There Goes Another Love Song
8) Green Grass And High Tides
9) Riders in the Sky

Fazit
Altersbedingte Schwächen im Sound können dem Genuss wenig anhaben, dafür sind die Songs zu gut. Schlicht ein authentisches Dokument einer starken Southern Rock Band zu ihrer stärksten Zeit und daher lohnend für jeden Südstaaten Rocker.
10
von 15
Interessant
People try to contain things by putting them into categories. I don't.