MAD MAX – Stormchild Rising

Albumtitel

Stormchild Rising

Label/Vertrieb

Steamhammer/SPV

Veröffentlichung

21.08.2020

Laufzeit

50:21 Minuten

MAD MAX wecken bei den Fans der ersten Stunde große Erwartungen, denn der Titel „Stormchild Rising“ verweist auf den Bandklassiker „Stormchild“ aus dem Jahr 1985, der mit dem Titelsong, „Lonely Is The Hunter“ oder „Heros Die Lonely“ (Schreibfehler inklusive) einige der größten Bandklassiker enthielt. Von daher erwarte ich natürlich nichts anderes, als Songtitel und Texte, die in der Tradition des Vorgängers stehen und die Angriffslust, was den Härtegrad der Nummern angeht und die typischen, großen melodischen Elemente. Die Vorfreude war allerdings sehr schnell verflogen, denn der Krieger, den die Band seinerzeit als Stormchild bezeichnete, ist ein Fall für die Seniorenresidenz. Ohne Biss und gute Ideen werkeln sich Sänger Michael Voss und seine Kollegen, die nun schon lange in der fast gleichen Besetzung agieren, durch dieses Album und schaffen es, bis auf das ordentliche „Hurricaned“ zu Beginn, keinen wirklich starken Song an den Start zu bringen. So arm an Ideen und so zahnlos habe ich die Band wirklich selten gesehen. Zwei, drei Überflieger waren eigentlich immer an der Tagesordnung, wenn ein neues MAD MAX-Album im neuen Jahrtausend angesagt war. Am meisten ärgert mich aber tatsächlich der Albumtitel, mit dem man eine Erwartungshaltung bei den alten Fans weckt, die dann in keiner Weise befriedigt wird.

Das Rough Cutt-Cover „Take Her“,  mit Paul Shortino als Gastsänger, ist im Endeffekt die stärkste Nummer, was die Sache nicht besser macht. Über die Zusammenarbeit mit Kinderliedermacher Detlef Höcker wollte ich zuerst schweigen, aber da sie auf dieser Platte in Form der Single-Edit-Version von „Ladies And Gentlemen“ verewigt wurde, mache ich mir langsam um die Zielgruppe von MAD MAX Gedanken.

Fazit
Die deutsche Hardrock-Legende liefert leider eines ihrer schwächsten Alben ab.
8
von 15
Durchschnittlich
Heavy Metal is Immortal!