TERRA ATLANTICA – Age Of Steam

Albumtitel

Age Of Steam

Label/Vertrieb

Pride & Joy / Soulfood

Veröffentlichung

14.08.2020

Laufzeit

55:25 Minuten

Ihr steht auf Konzeptalben und Bands wie frühe Rhapsody und Blind Guardian, Freedom Call, Orden Ogan und Konsorten? Dann sind ihr bei den Norddeutschen Terra Atlantica und ihrem zweiten Album “The Age Of Steam” goldrichtig. Das Album startet mit einem Erzähler, erzählt eine interessant klingende Konzeptgeschichte von ihrem Debüt “A City Once Divine” (2017) weiter. Damals ging es um Atlantis. Die versunkene Stadt taucht auf dem neuen Werk im 19. Jahrhundert wieder auf und läutet dort durch ihre fortschrittliche Technologie die industrielle Revolution ein. Das britische Empire fühlt sich von dieser Macht jedoch bedroht und versucht die neue Konkurrenz um die Herrschaft der sieben Weltmeere auszuschalten. Liest sich wie eine alternative Realität und das dazu passende Artwork sieht fulminant aus. Mit zwei Gastsängern und einer Violinistin ist das Ganze hier weitaus mehr Band als ein Projekt wie Avantasia. Das passt dann auch, dass Sänger, Gitarrist und Songwriter Tristan Harders meistens alleine und recht gut singt. Sicherlich, das Genre wird hier nicht neu erfunden, im Grunde ist alles schon bekannt und wurde von anderen Acts auch schon gemacht. Fanfarenkeyboards, fette Chöre, schwülstige Passagen, allgemeiner Bombast und flotte Lieder sind hier an der Tagesordnung.  Das Endergebnis hat aber Feuer und Spielfreude die ich hier einfach beim Hören spüre. Freunde dieser Art Power Metals sind also hier genau richtig. Gegner der in dieser Rezension angegeben Bands werden aber auch hier nicht glücklich werden.

Terra Atlantica ist mit dieser Scheibe auf jeden Fall ein großer Wurf gelungen, für die Zukunft erhoffe ich mir, dass die Band aus Hamburg versucht ihre Einflüsse etwas geschickter

Fazit
Freunde leicht kitschigen Melodic Power Metals aus Deutschland werden hier ihre wahre Freude haben!
11
von 15
Gut
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)