Primal Fear – Metal Commando

Albumtitel

Metal Commando

Label/Vertrieb

Nuclear Blast Records / Warner

Veröffentlichung

27.07.2020

Laufzeit

56:59 Minuten

Homepage

Die Schwabenpfeile Primal Fear haben mich noch nie enttäuscht! Auch die neueste und gar 13. Scheibe “Metal Commando” schafft das nicht. Selbst wenn der Albumtitel eher ein Promoslogan ist und kein Adler sich auf dem Cover befindet, aber immerhin auf dem Merchandise ist er dann. Trotzdem gibt es hier Primal Fear pur. Nach den ersten vier, fünf Alben wurden die Power Metaller immer symphonischer und epischer, wobei sich das seit einiger Zeit wieder zurück gegangen ist und die Herren basischer und metallischer klingen. Dafür sind ein paar wohl dosierte epische Spitzen und Keyboards an einigen Stellen gesetzt worden. Ansonsten regieren Gitarren und Ralf Scheepers. Der gern gebuchte Gastsänger und Fronthüne ist einfach einer der besten Vokalisten in diesem Genre weltweit und liefert auch nach über 20 Jahren bei der Band unglaublich gute Leistungen ab. Ich habe besonders bei diesem Album das Gefühl, dass sich die Band hier auf dem eigenen Olymp ist und alle Trümpfe ausspielt: Massive Abwechslung und Variabilität in einem eigentlich engen Genre. Typische, flotte Banger wie der Opener “I Am Alive”, als auch richtig flotte Kracher wie das aggressive “Halo” zeigen, dass hier kein lustloser “Alte Herren Metal” zelebriert wird, sondern nach Dampf auf den Kessel ist. Kokettieren mit dem Bandnamen konnten die Power Metaller auch schon in der Vergangenheit, aber “My Name Is Fear” passt auch gut. Hymnisch, balladesk und episch zugleicht wird es bei “Hear Me Calling”, was am Ende mit einem starken Gitarrensolo getoppt wird. Die Akustikballade “I Will Be Gone” können diverse AOR Bands nicht besser, ansonsten wird aber gerockt, so dass “Raise Your Fists” das Motto der nächsten Tournee sein könnte. Mit der Mammutnummer “Infinity” mit satten 13 Minuten haben Primal Fear hier jedoch eine absolute Glanznummer und Überraschung abgeliefert. Hier wurde so viel reingepackt und es passt trotzdem zusammen.
Fast eine Stunde lassen es die Herren insgesamt gut krachen. Die Scheibe ist sicherlich ein Highlight in der nicht schwachen Banddiscographie!

Fazit
Keine Abnutzungserscheinungen, spannende Lieder ohne Füllmaterial und eine Hammerproduktion!!!
13
von 15
Hervorragend
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)