Geezer – Groovy

Albumtitel

Groovy

Label/Vertrieb

Heavy Psych Sounds Records/Cargo

Veröffentlichung

12.06.2020

Laufzeit

45:54 Minuten

Die drei Rabauken von GEEZER machen seit ca. 2014 nachhaltig die Musikszene von New York unsicher. Damals erschien ihr Debütalbum “Gage” und darauf wussten GEEZER durch eine feine Mischung aus mächtig psychedelischem Songwriting und dennoch äußerst solidem, blueslastigem Spiel zu beeindrucken. Auf “Geezer” (2016) und ” Psychoriffadelia” (2017) setzte die Band weiter auf bewährtes organisch-jamorientiertes Vorgehen, und das tut sie auch auf “Groovy”, dem ganz aktuellen Werk.

Auf diesem steht, der Albumtitel deutet es ja bereits an, der Groove im Vordergrund. Und grooven tut’s auf “Groovy” allerdings. Alle Songs wurden mehr oder weniger eng um die Rhythmusgruppe herum arrangiert; Gitarre und Orgel (bei “Awake” und “Groovy”) stehen hier angenehm unexponiert neben den anderen Instrumenten und verschmelzen mit diesen zu einem organischen, schlüssigen Ensemble. Die Songs dürften über weite Strecken live im Studio eingespielt worden sein und versprühen einen lebendigen, erdigen Charme. Besonders verweise ich hierbei auf “Atlas Electra”, einen Stampfer, der vom ersten Takt an zum Headbangen zwingt und vor allem live ein echter Hit sein dürfte. Das folgende “Dead Soul Scroll” besticht durch seine hypnotischen Bassläufe und akzentuiertes, an John Densmore (THE DOORS) erinnerndes Schlagzeug. Klasse! Und der Titelsong “Groovy” erst, ein mit Slidegitarre vorgetragener Rocker, der innerhalb kürzester Zeit ein Familiengrillfest zum Hexenkessel macht- ziemlich geile Sachen haben GEEZER da gemacht. Vielleicht ist “Groovy” ihr bisher stärkstes Album, das nach rund einer Dreiviertelstunde mit “Black Owl” im Dunst verklingt.

Das Warten hat sich also gelohnt. Ausgefeilte Songs und Riffs, immer wieder Riffs dominieren “Groovy” und unterstreichen, dass die Band bewusst als Ganzes agiert und überlange Soli nicht GEEZERs Sache sind. Ob das live auch so ist, werden wir hoffentlich noch erleben, auch wenn das vor November nicht mehr der Fall sein wird. Ein ganz starkes Album, das allen Stoner-Psych-Hard-Blues-Retro-Sonstwas-Rockern den Sommer zusätzlich versüßen wird. Alle Daumen hoch!

Fazit
"Groovy": der Name ist Programm. Ein geiles, ganz dickes Brett. Muss man haben.
13
von 15
Hervorragend
Doom Shall Rise!