Saints’ Anger – Danger Metal (Re-Release)

Albumtitel

Danger Metal (Re-Release)

Label/Vertrieb

Goldencore / ZYX

Veröffentlichung

08.05.2020

Laufzeit

78:52 & 60:10 Minuten

Von den Deutschen Saints’ Anger und ihrem 1984er (!) Album “Danger Metal” habe ich noch nie gehört. Bei dem Bandnamen muss ich, wenn überhaupt an eine nervige Metallica Scheibe denken. Zwei der vier Musiker von Saints’ Anger sind seit Jahrzehnten bei den Pfälzer Power Metallern Palace aktiv und spielen da einen ähnlichen Stil. Diese Neuauflage hier kommt mit massig Bonusmaterial daher und hat gar eine zweite CD am Start. Auf dieser befindet sich ein Livekonzert, was als offizielles Bootleg deklariert wurde und wirklich auch so klingt. Für mich ist das Ganze leider echt unhörbar, das ist nur für beinharte Fans. Die werden sich dann auch an den unveröffentlichten Liedern des zweiten, niemals erschienenen Albums erfreuen. Mein Lieblingssongname ist dabei: “Heavy Metal is Allright”.
Das eigentliche Album “Danger Metal” ist da schon um einiges besser, wurde auch mit massig Bonusmaterial aufgepimpt, wobei hier auch schlimm tönende Demosongs wie “It’s Not Reality” an Bord sind. Aber die fette Laufzeit von fast achtzig Minuten ist echt der Hammer! Mit einem Lied der Nachfolgeband Palace, dem Kracher “Force Of Steel” geben die Herren eine gute Visitenkarte in der Schnittmenge UDO / ACCEPT, Paragon und Konsorten ab. Die mit einem analogen aber charmanten und gut überarbeitetem 80er Jahre Sound versehenen Tracks haben auch 2020 noch Kraft und unterhalten mich. Die Marschrichtung ist meist, voll auf die 12, aber es gibt sogar eine Halbballade namens “Megalomania” die für mich ganz frühen Maiden Spirit verbreitet. Die richtige Ballade “Crystal Eyes” erinnert mich irgendwie an die Scorpions. Bei Saints’ Anger gibt es also viel zu entdecken.
Sicherlich ist der Gesang manchmal gewöhnungsbedürftig, aber das Ganze hat immer Charme. Auch jüngere Metalfans haben nun regulär die Chance einen Klassiker des deutschen Metalundergrounds zu ergattern!

Fazit
Das Cover ist echt ein Hingucker, aber der Inhalt hält dem stand. Eine alte Scheibe die es lohnt zu entdecken!
11
von 15
Gut
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)