Yogi Lang -4 Songs Live (EP)

Albumtitel

4 Songs Live (EP)

Label/Vertrieb

Gentle Art Of Music / Soulfood

Veröffentlichung

15.05.2020

Laufzeit

27:10 Minuten

Garantiert gibt es kaum einen deutschen Rock-Fan, dem Jürgen (Yogi) Lang explizit vorgestellt werden muss. Langjähriger Barde und Keyboarder von RPWL. Nebenbei RPWLs (und u.a. Subsignals) Produzent. Auf „4 Songs Live“ hat Yogi neben Kalle Wallner, der hier die Bassgitarre bedient, weitere RPWL-Musiker um sich versammelt sowie mit Caroline von Brünken und Bine Heller zwei Ausnahmesängerinnen für die Backings verpflichtet. Die Aufnahme stammt von dem Konzert in „De Cacaofabriek“ im niederländischen Helmond, bei dem Yogis Band für RPWL als Opener fungiert hat. Die vier Songs unterscheiden sich von der RPWL-Musik durch ihre Eingängigkeit und einen Wahnsinnshang zu langsamen und gefühlvollen Melodien. Unüberhörbar bleibt aber Yogis Liebe zu seinen Idolen – Pink Floyd, deren Einflüsse, sowie der späteren David Gilmour-Solo-Ära auf dieser EP allgegenwärtig sind. Hinzu kommt, dass seine Stimme der von David Gilmour sehr ähnelt. All das soll Yogis Leistung jedoch keinesfalls schmälern.

Zwar ist „A Way Out Of Here“ als bodenständiger, durchschnittlicher Mid-Tempo-Rock zu bezeichnen, in dem Kalles Bassläufe Akzente setzen und die beiden Damen einen wunderschönen Kontrast zu Yogis Solo-Gesang darstellen. Dafür bieten die beiden Balladen, „Shine On Me“ und „I´ll Be There For You“ eine Menge an ansprechenden Melodien und gefühlvollen Elementen, auch wenn die Letztgenannte so klingt, als hätte David Gilmour Bon Jovis “Bed Of Roses” den eigenen musikalischen Bedürfnissen angepasst. „Move On“ ist sicherlich der Höhepunkt dieser CD: Abwechslungsreich, emotional und ganz sicher als anspruchsvoll zu bezeichnen. Neben den guten Gesängen und der Instrumentalarbeit einer höheren Güteklasse, brilliert ein Keyboard-Solo, dem ich eine ziemliche Annäherung zu Manfred Manns „You Are – I Am“ entnehme.

„4 Songs Live“ ist sicherlich weit weg vom Prog, nichtsdestotrotz schön anzuhören.

Fazit
Ein äußerst gelungener Mittschnitt einer Live-Performance. Fans von Pink Floyd, David Gilmour, RPWL und Manfred Mann´s Earth Band werden die Platte lieben
11
von 15
Gut