Spell-Opulent Decay

Albumtitel

Opulent Decay

Label/Vertrieb

Bad Omen Records/Soulfood

Veröffentlichung

10.04.2020

Laufzeit

46:28 Minuten

Tief aus dem kanadischen Metal-Untergrund hat sich das Trio Spell jetzt bis zu meinen Ohren durchgegraben. „Opulent Decay“ ist das bereits dritte Album seit 2014 und es bringt mir eine Menge Freude. Warum? Weil die Musik sehr speziell klingt und eigentlich ein Sammelsorium aus verschiedenen, vordergründig unpassenden in dieser Kombination, Stilen ist. Da wird eine Brise Psychedelic mit Prog gemischt, dazu kommt etwas NWOBHM sowie ein Tick Speed Metal. Dieser „Brei“ wird dann am Schluss mit ein wenig Retro und Doom abgeschmeckt! Klingt doch völlig abgefahren, oder? Stimmt genau, aber am Ende des Tages bzw. der guten Dreiviertelstunde Laufzeit steht ein interessant schmeckendes Menü auf dem Tisch! Klar, damit schafft es der Dreier aus Vancouver mit Sicherheit nicht mal in die Nähe von irgendwelchen Charts, aber wer sich eine Mischung aus Pink Floyd, Beatles, Iron Maiden, Siena Root, Grateful Dead, Hawkwind und/oder Metal Church vorstellen kann, der sollte sich diese voll abgefahrenen Jungs mal anhören! Mit „Ataraxia“ geht es dann auf einen gemütlichen Sonntagsausflug zum Chorsingen in eine alte Kirche! Und wenn beim Rausschmeißer „Saturn`s Riddle“ plötzlich eine Querflöte erklingt, ist das musikalische Chaos komplett! Das Teil macht echt enorm viel Spaß, auch ganz ohne berauschende Mittel! Mein Anspiel-Tipp für euch ist das melancholische „Dawn Wanderer“.

Fazit
Diese Band klingt retro, gleichzeitig modern und insgesamt sehr mutig! Mein Special-Tipp des Monats!
12
von 15
Edelstahl
Die Melodie muss stimmen!