Burden Of Life – The Makeshift Conqueror

Albumtitel

The Makeshift Conqueror

Label/Vertrieb

Noizgate Records / Rough Trade

Veröffentlichung

13.03.2020

Laufzeit

59:12 Minuten

Mit „The Makeshift Conqueror“ hat das Quartett aus Regensburg ihren mittlerweile vierten Studio-Silberling veröffentlicht. Was sie auf dieser Scheibe präsentieren, wird den Liebhabern der harten Töne, genauso wie denjenigen gefallen, die auf ausgefeilte und intelligent strukturierte Musik abfahren. Die oberste Schublade ist natürlich für Prog Metal (in Groß- und Fettschrift, wohl gemerkt) reserviert, aber auch symphonisch angehauchter Melodic Death prägt so manch einen Titel auf diesem Silberling.

Weil das noch lange nicht alles ist womit Burden Of Life aufwarten können, verweben sie in „The Makeshift Conqueror Pt. I“ einen tanzbaren 3/3-Takt. In „Anthem Of The Unbeloved“ wird je eine Prise AOR und Merengue vermengt, ohne jedoch den Fokus für anspruchsvolles und ideenreiches Song-Gerüst zu vernachlässigen. Das abwechslungsreiche „Sealing Our Fate“ kann irgendwo zwischen In Flames und Dimmu Borgir angesiedelt werden. In „Trust My Own Heart“ zeigt Christian Kötterl, dass eine kraftvolle Metal-Stimme es auch gefühlvoll und herzzerreißend kann. Die Gastsängerin Luisa Funkenstein begleitet ihn im Duett und am Piano. Eine sehr harmonische Melange resultiert aus den beiden so kontrastreichen Stimmen. Mit dem abwechslungsreichen und verschachtelten „Regression (Goddess Return)“ haben die Jungs ein kleines Meisterstück eingespielt. Es beginnt als ein Up-Tempo-Melo-Prog-Death Lied, was in den knapp 8 Minuten über so viele Breaks und Tempowechsel verfügt, dass das Herz des Liebhabers anspruchsvoller Musik höher schlägt. Die Übergänge vom Death-Gegrunze zu der recht hohen und gefühlvollen Metal-Röhre verleihen diesem Titel einen brachialen und eigenständigen Charakter.

Für die instrumentale Untermalung sorgen hier die meisterlich eingesetzten Keys, von dezent orchestral bis zu einem kristallklaren Piano; die animalischen Double-Bass-Drums, punktgenaue und verspielte Bassgitarrenläufe sowie zwei Gitarren, die an Heavy Riffs, stakkato-artigen Einsätzen bis zu Hammer-Soli alles zeigen, was Gitarristen dieses Genres drauf haben sollten. Zu bemängeln wäre von meiner Seite eine Kleinigkeit: die gelegentlichen, an Running Wild und Hammerfall klingenden mehrstimmigen Gesänge. Ansonsten, Hut ab!

Fazit
Fans von In Flames, Evergrey, :Green Carnation und Murder Of Crows werden die Platte mögen!
13
von 15
Hervorragend