The Poison Rose – Dunkle Vergangenheit (Blu-ray)

Titel

The Poison Rose – Dunkle Vergangenheit (Blu-ray)

Produktion/Vertrieb

Koch Media GmbH/ DVD

Veröffentlichung

20.02.2020

Laufzeit

97:00 Minuten

Mitte bis Ende der 70er Jahre war der Stern des John Travolta dank “Grease” und “Saturday Night Fever” auf seinem Zenit, um dann bis Ende der 80er Jahre wieder stark abzusinken. Tarantinos “Pulp Fiction” holte Hollywoods bekanntesten Toupet-Träger dann zurück ins große Geschäft, wobei seine Karriere dann nach knapp zehn Jahren abermals ins Wanken geriet. In den letzten 20 Jahren ist zwar durchaus immer mal ein ansehbarer Streifen dabei, allerdings eben auch einige die man sich besser spart. Nun ist ausgerechnet unser Scientology-Vorzeigeschauspieler zurück in der Rolle eines Private Eye in einem Film Noir! Richtig gehört, Travolta schlüpft in die Rolle des ehemaligen Footballspielers und nun als Privatdetektiv tätigen Carson Philips in “The Poison Rose – Dunkle Vergangenheit”. Genretypisch raucht er gerne, trinkt gerne, und ist auch einem Spielchen nicht abgeneigt. Wir befinden uns in LA im Jahr 1978, als Philips engagiert wird in seinem Heimatort Galveston/Texas nach Barbara van Poole zu suchen, die angeblich in einer Nervenheilanstalt untergebracht wurde. Bei seinen Ermittlungen trifft der Detektiv auch auf einige Bekannte aus seinen Jugendtagen, und natürlich ist hier nichts wie es scheint, zumal die Gesuchte in dem Sanatorium nie jemand gesehen haben will.

Mehr möchte ich zur Story nicht schreiben, da gerade ein Film Noir ja von den Hintergründen der Sache lebt, auch wenn das im Falle von “The Poison Rose – Dunkle Vergangenheit” nicht immer so ist. Natürlich merkt man dem Film an was er ist, oder vielmehr sein will. Philips Stimme als Erzähler aus dem Off, langsame Erzählweise, geheimnisvolle Charaktere. Die Anleihen des Film Noir der schwarz-weiß Ära sind mannigfaltig, bisweilen sogar arg dick aufgetragen. Das alleine hilft aber nicht zu einem guten Film, also gibt man eine ganze Reihe Stars wie Morgan Freeman, Brendan Fraser, Fanke Janssen, Peter Stormare oder Robert Patrick hinzu. Die machen ihre Sache zwar wenigstens ordentlich, insgesamt kriegt “The Poison Rose – Dunkle Vergangenheit” aber einfach nicht die Kurve den Zuschauer bei der Stange zu halten. Man verzettelt sich gefühlt einfach zu oft in Nichtigkeiten, die eigentliche Story bleibt auf der Strecke und es wird einfach zu zäh. Schade, denn das Neo-Noir Genre kann stets guten Zuwachs gebrauchen, davon gibt es viel zu wenig, hier wurde leider nur gekleckert, statt geklotzt. Komplett als Reinfall würde ich das Werk nicht sehen, aber mehr als ein Onetimer kommt halt auch nicht bei rum. Im Bonusmaterial findet man die üblichen Trailer und eine Bildergalerie.

Fazit
Leider etwas zu zerfahrene und dröge Nummer für einen Film-Noir
8
von 15
Durchschnittlich
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