Almanac – Rush Of Death

Albumtitel

Rush Of Death

Label/Vertrieb

Nuclear Blast Records / Warner

Veröffentlichung

06.03.2020

Laufzeit

47:03 Minuten

Mit neuem Sänger Patrick Sühl (Ex-Gun Barrel) melden sich die Musiker um Ex-Rage und Mind Odyssey Gitarrist Victor Smolski nun für das wichtige dritte Album zurück, was den packenden Titel „Rush Of Death“ zu Folge hat. Das „Transformers“-artige Raubtiere auf Rädern Artwork ist gut gemacht, bricht aber wohl bewusst mit der historischen Linie der zwei Vorgängerscheiben. Wie immer ist das erste Album seit drei Jahren toll produziert und hat dank reduzierterer Keyboard-und Orchestersounds mehr Härte und Biss, ich könnte auch sagen es klingt mehr livetauglich, homogen. Wenn ich auch die Sänger Readman und Frack vermisse, macht Patrick Sühl seine Sache gut, wobei noch Gamma Rays Frank Beck zeitweilig als Co-Sänger fungiert und ein gewisser Marcel Junker gar ein paar wohldosierte Growls einstreuen darf.  Währenddessen ist das neben Smolski einzige Gründungsmitglied Jeannette Marchewka eher im Duett mit Patrick Sühl oder bei den Chören zu hören. Vielleicht wollte die Band sich auch von den ganzen sogenannten female fronted Acts abgrenzen?  Wer auf Bombast und Konsorten setzt findet in der Mitte der Scheibe die „Suite Lingua Mortis Part 2“ bei der es mehrere Lieder etwas aber nicht zu sehr orchestral und bombastisch zugeht, ein Kontrast zum harten Rest der Scheibe. Textlich singen Almanac über Gladiatoren und die modernen Gladiatoren die Rennfahrer (wie Victor) und deren Adrenalinkicks im Rausch der Geschwindigkeit. Beide Spektakel sind ja auch Befriedigung für das „sensationsgeile“ Publikum.

„Rush Of Death“ ist sicherlich eine harte, geradlinige Scheibe die ich so nicht erwartet habe.

Fazit
„Rush Of Death“ ist kein einfacher Weg den die Band geht, die Scheibe braucht auch ein paar Durchgänge. Gut ist sie aber auf jeden Fall!
12
von 15
Edelstahl
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)