Starless Domain – EOS

Albumtitel

EOS

Label/Vertrieb

Aesthetic Death

Veröffentlichung

15.01.2019

Laufzeit

58:05 Minuten

Hinter dem Namen STARLESS DOMAIN verbergen sich die drei Herren AW (Gitarren, Schlagzeug, Gesang), AEF (Synthesizer, Gitarren, Gesang) und JR (Bass, Gesang). Mit ihrem Debütalbum liefern die drei ein bemerkenswertes bis beeindruckendes Stück Musik, Atmosphäre, Gefühl- irgendwas davon oder alles oder sonst was trifft’s wahrscheinlich. Das Album “EOS” mit dem gleichnamigen und einzigen Titel “EOS” ist ein Höllenritt durch getragene Ambientpassagen und raue Black Metal Eruptionen, die sich in unvorhersehbarer Art und Weise abwechseln und von teils geradezu unmenschlichem Geschrei unterlegt werden- wohlgemerkt: reines Geschrei; Texte gibt’s hierbei nicht. Der Kontrast zwischen vom Drumcomputer befeuerten Hassausbrüchen und versöhnlichen, jedoch kaltem Keyboardklang ist enorm und über die gesamte Spielzeit ziemlich herausfordernd.
Ich habe hierfür mehrere Anläufe gebraucht und “EOS” bisher tatsächlich nur einmal komplett durchgehört bzw. durchlitten und muss sagen: es lohnt sich. Dadurch, dass das ganze Ding trotz dreier potenzieller Sänger letztlich ein Instrumentalstück ist, dessen Struktur sich nur häppchenweise entfaltet oder eigentlich nur zu erahnen ist, nimmt es seine Hörer mit auf eine gefühlte Reise durch die unendliche Kälte und Leere des Weltalls. Das haben sich STARLESS DOMAIN auf die Fahne geschrieben und das gelingt ihnen erstaunlich gut. Selten habe ich ein derart konsequent durchgezogenes und trotz unterstellter improvisierter Stellen so schlüssiges, von Anfang bis Ende gruseliges Gesamtwerk, das dazu noch reichlich irreführend benannt ist (Eos = Sonne), erlebt. Als Soundtrack für einen Sci-Fi-Film, der noch zu drehen wäre, toll geeignet. Ansonsten nur für Hartgesottene und Experimentierfreudige zu empfehlen.

Fazit
Das etwas andere Blackmetaltrio vom bzw. für den anderen Stern oder die Reise dahin.
11
von 15
Gut
Doom Shall Rise!