Midnight – Rebirth By Blasphemy

Albumtitel

Rebirth By Blasphemy

Label/Vertrieb

Metal Blade/Sony

Veröffentlichung

24.01.2020

Laufzeit

33:51 Minuten

Nun kommt der endgültige Faktencheck für die Weissagungen des Nostradamus. Wenn er für den 24. Januar 2020 vorhergesehen hatte, dass langhaarige Menschen im Schutt ihrer Häuser sitzen, während neben ihnen ihre Boxen vor sich hin qualmen, dann hatte der Typ echt was drauf. Denn genau das wird die unmittelbare Folge des Releases von „Rebirth By Blasphemy“ sein.

Midnight hatten sich ja ohnehin schon einen Platz in meinem Herzen errumpelt, aber damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Mit der neuen Platte gibt es nämlich mehr von allem. Mehr Rotzigkeit. Mehr von den kleinen Melodien, die die frühen Iron Maiden groß machten. Mehr Rumms. Mehr Geschwindigkeit. Über allem steht in meinen Augen dann auch noch der Übersong „Rising Sun“, der laut Mastermind Athenar an Judas Priest 1979 erinnern soll. Mich erinnert er zwar noch mehr an Venom, aber das ist auch vollkommen egal. Der Song ist einfach gigantisch. Ein tiefschwarzer Stampfer vor dem Herrn. Ihr wollt etwas mehr Speed? Pfeift euch den Titeltrack rein. Ihr wollt Rotz? Nehmt euch „Warning From The Reaper“ zur Brust. Ihr wollt Melodie? „Cursed Possessions“ ist eure Anlaufstelle. Ihr wollt es sogar ein wenig episch? „You Can Drag Me Through Fire“ sollte euer Ding sein. Ihr wollt die Reiter der Apokalypse aus euren Boxen stürmen sehen? Kauft euch verflucht noch mal diese Platte. Für mich schon jetzt ein Anwärter auf die Platte des Jahres. Da wo sich Punk und Black Metal treffen auf jeden Fall ein Meilenstein.

Fazit
Mit Höchstwertungen sollte man ja zurückhaltend sein. Ich finde aber keinerlei Rechtfertigung für Abzüge. Rotzigen Black Metal mit Speed Kante kann man nicht besser spielen. Midnight sind da ab jetzt der Maßstab.
15
von 15
Meisterwerk
People try to contain things by putting them into categories. I don't.