The Driftwood Sign – Broken Times

Albumtitel

Broken Times

Label/Vertrieb

Eigenproduktion

Veröffentlichung

24.01.2020

Laufzeit

48:24 Minuten

The Driftwood Sign wurden Ende 2009 im schwedischen Malmö gegründet. Nach mehreren Umbesetzungen fand die Band Bestand in Anders Ekenstierna (Gesang), Danny Ebenholtz (Drums), Adam Nilsson (Gitarre) und Gabriel Jankowski (Bass). „Broken Times“ ist nach dem 2010er 4-Song-Demo und der 2015er selbstbetitelt veröffentlichten EP, deren erstes Full-Time-Release. The Driftwood Signs Musik verbindet Heavy Rock und Power Metal, mit Grunge sowie progressiven Elementen. In den Song-Texten werden umwelt- sowie sozialkritische Themen behandelt. Wie schon auf Debüts vieler anderer Bands, mag man auch auf dieser CD einige Punkte bemängeln. Die Arrangements mancher Songs wird der Perfektionist als unausgegoren bezeichnen und der Mix mag als recht überschaubar und ohne den finalen Schliff durchgehen. Da es jedoch eine recht junge Band ist, verdient sie ihre Chance. Und dass Potential vorhanden ist, beweisen sie bereits im Opener „What Is Real“, einem durchaus progressiven Power-Metaller mit ansprechendem Song-Aufbau, wuchtiger Rhythm-Section und druckvoller Gitarre. Der grungig-progressive „Palace Of Bliss“ glänzt durch einfache Song-Struktur, kombiniert mit sehr guter Instrumentierung und lebt vom guten Gesang. „Crisis“ möchte ich als den Überflieger dieser Scheibe bezeichnen – ein richtig guter Power-Prog-Grunge, der durch interessanten Song-Aufbau mit guten Tempi-Wechseln und ein Ass-Kicking-Sound-Gerüst besticht. Die zehn Songs dieser CD zeichnet ein spartanischer, aber wuchtiger und druckvoller Mix, für den Lian Gerbino verantwortlich zeichnet. Da ich auf Bands stehe, die ihre Studio-Scheiben auch live gut reproduzieren können, ohne den Einsatz von Konserven, finde ich Anders´ Gesang, der mal als Duett, mal als Terzett eingesetzt wird, als einen ziemlichen Overkill. Mal davon abgesehen, dass die mehrstimmigen Ergüsse ab dem 5ten oder 6ten Song doch etwas nerven, da die eingesetzten Stimmlagen sowie deren Nuancierung irgendwann mal einfach nur einheitlich und abgedroschen klingen. Darüber hinaus harmonieren sie auch nicht (zumindest meiner Ansicht nach) mit dem eckigen und groovigen Mix der Instrumentalarbeit.

Fazit
"Broken Times“ wird alle Open-Minded-Fans von Threshold, Angel Dust und Metalium mit denjenigen von Creed und Soundgarden vereinen!
11
von 15
Außerordentlich