Violation Wound – Dying To Live, Living To Die

Albumtitel

Dying To Live, Living To Die

Label/Vertrieb

Peaceville Records/Edel

Veröffentlichung

01.11.2019

Laufzeit

32:02 Minuten

Woran denkt ihr, wenn ihr Kalifornien hört? Die gängigsten Assoziationen dürften irgendwas mit Sommer, Sonne und Sonnenschein sein. Einen rumpeligen Bastard aus Metal und Punk dürfte man wohl weniger erwarten. Aber genau 100% Punk waren angeblich das Bier- und Whiskygeschwängerte Gründungsmotiv des Dreiers um Autopsy-Mitglied Chris Reifert (hier an Gitarre und Gesang zu hören).

Wie immer man das Gebräu, dass Violation Wound produzieren nun denn auch nennen mag – es knallt einfach wunderbar. Die Liebe zu Motörhead trieft aus jedem Song und gipfelt im Totengedenken, das sinnigerweise unter „The Day Lemmy Died“ firmiert. Hier geht’s es dem Anlass angemessen noch relativ ruhig zur Sache. Songs wie das direkt darauffolgende „Stressbomb“ zeigen aber, was Violation Wound am besten können: Auf einem gerade geknüppelten Drumbeat ein bis zwei Riffs rausrotzen und den Rest erledigt Reiferts Gekeife. Das ist schon reichlich, aber spätestens beim Titeltrack, der mehr als deutlich den Spirit der gottgleichen Poison Idea eingehaucht bekommen hat, war es um mich geschehen. „Dying To Live , Living To Die” geht bei mir auch deshalb voll auf die Zwölf.

Fazit
Einfach gehaltener und schwer zu kategorisierender Bastard aus Metal und Punk. Wer jetzt auch nur interessiert die Augenbraue hebt, der sollte es sich einfach machen und die Platte kaufen. Besser kann man sowas kaum noch spielen.
12
von 15
Edelstahl
People try to contain things by putting them into categories. I don't.