CARNAL TOMB – ABHORRENT VENERATION

Albumtitel

Abhorrent Veneration

Label/Vertrieb

Testimony Records/Soulfood

Veröffentlichung

26.07.2019

Laufzeit

44:51 Minuten

Seit 2014 lärmen sich die Berliner CARNAL TOMB bereits durch den Death Metal Underground, und nun steht das neue Album in den Läden. “Abhorrent Veneration” heißt das gute Stück und bietet eine breite Palette aller bekannter Todesblei Stile. Das merke ich aber erst nach dem die Scheibe am laufen ist, denn wenn man sich nach einem DISMEMBER Song benennt liegt die Vermutung einfach nahe dass man sich dem schwedischen Death Metal hingibt. Aber bei CARNAL TOMB fallen mir spontan viele Einflüsse auf, allerdings alle eher aus dem europäischen Raum. Bei sieben Songs und einer Laufzeit von knapp 45 Minuten ist klar, dass auch immer wieder sehr doomige Passagen in die Musik von CARNAL TOMB einfließen. Leider habe ich manchmal dabei das Gefühl dass dies mehr auf dem Reißbrett entstanden ist als bei einer Runde im Proberaum. Die eingeschobenen Tempoverschärfungen oder auch das Gitarren Soli bei “Cryptic Nebula” wirken auf mich völlig deplatziert und machen aus einem Hörvergnügen eher eine Durchhaltenummer. Bei “Feeding Mold” ist genau das Gegenteil der Fall. Der Song geht ab wie Schmitts Katze und an genau an den richtigen Stellen wird das Tempo variiert. Die beiden Songs stehen exemplarisch für den Rest des Albums. Gute und weniger gute Songfragmente halten sich die Waage.
Bei der Produktion muss man sich hingegen keine Gedanken machen. Sehr erdig und mit viel Verwesungsgeruch kommen die Songs aus den Boxen, und auch allen Instrumenten wurde genug Raum zugestanden so dass keinerlei Details verloren gehen. Das sehr dunkle Gegrunze von Sänger & Gitarrist Cryptic Tormentor ist zwar sehr stimmig zur gespielten Musik, könnte aber für meinen Geschmack hier und da doch mal ein wenig variieren.
CARNAL TOMB liefern mit “Abhorrent Veneration” zwar ein abwechslungsreiches Death Metal Album ab, das für mich persönlich aber nicht mit jedem Stück überzeugen kann.

Fazit
Durchschnittliche Death Metal Scheibe
8
von 15
Durchschnittlich
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!