Twilight Force – Dawn Of The Dragonstar

Twilight Force

Albumtitel

Dawn Of The Dragonstar

Label/Vertrieb

Nuclear Blast / Warner

Veröffentlichung

16.08.2019

Laufzeit

52:36 Minuten

Nach ihrem sehr nach Rhapsody klingenden Debütalbum „Tales Of Ancient Prophecies“ gingen mit den Falun Jungs Twilight Force und ihrem zweiten Album Heroes Of Mighty Magic“ komplett die Gäule durch, zu viel Zuckerwatte, Kitsch und klebrige Passagen samt langweiligen Erzählerparts, dazu peinlich Cosplay Promofotos. 2019 sieht die Sache zum Glück etwas anders aus! Sänger Christian Eriksson spielt mit seiner frisch gegründeten Band Northtale beim gleichen Label Metal wie die frühen Hammerfall und Stratovarius, während Twilight Force sich die Dienste des Italieners Alessandro Conti sicherten der ja bei Luca Turilli’s Rhapsody quasi arbeitslos geworden ist. So ist „Dawn Of The Dragonstar“ immer noch Fantasy Metal, aber mehr im Sinne des Debüts, was auch das Artwork betrifft dass weniger kitschig OHNE lila Wölkchen wie der Vorgänger aussieht.

Das Labelinfo gibt zwar außer Phrasen und Fantasygelaber wenig her, doch musikalisch sind die Schweden eher wieder auf dem Rhapsody Trip, aber mehr mit eigener Note. Zwar immer noch mit viel Zuckerguss am Start, aber irgendwie auch dosierter. Den Videoclip zum Titelsong hätten sich die Helden aber besser verkniffen, da diese unfreiwillig lustig und ultratrashig daher kommt.

Wer auf speedigen Fantasy Bombast Metal steht wird sich die Hände reiben. Die „Maniacs und Überzeugungstäter“ werden eher tot umfallen als das hier gut zu finden. Ich bin da eher neutral und erfreue mich im Jahre 2019 irgendwie antiquiert klingenden Titeln wie „Queen Of Eternity“ und „Long Live The King“. Am Ende gibt es wie selbstverständlich mit „Blade Of The Immortal Sun“ einen 12 Minuten Epos.

Fazit
Knuffiger, Kinder-und Familienkompatibler Fantasyspaß mit vielen Hymnen. Rollenspiel-Zocker wissen bescheid!
11
von 15
Außerordentlich
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)