Metall – Metal Fire

Metall

Albumtitel

Metal Fire

Label/Vertrieb

Iron Shield Records / Soulfood

Veröffentlichung

26.04.2019

Laufzeit

41:54 Minuten

Mit DDR Metal bin ich, wenn man die immer noch aktiven Macbeth mal außen vorlässt noch nie in Berührung gekommen! Es gab immer wieder Artikel in diversen Musikzeitschriften wie auch vor kurzem, was mich aber eher nur leicht interessierte wenn überhaupt. So habe ich auch von der Band Metall noch nie was gehört und ihr neues Album “Metal Fire”. Die Band Metall wurde schon 1982 in der damaligen DDR gegründet. Ab dem Jahre 1985 hatte die Gruppe eine stabile Besetzung zusammen und einige Erfolge. Doch 1991 nach der Wende löste sich die Band auf und kam erst 2013 durch Bassist Sven Rappolt wieder zusammen, seitdem ist das Album “Metalheads” erschienen (2017) und die Gruppe spielte schon einige Liveauftritte.
Mit neuen Musikern haben Metall anscheinend einen Glücksgriff getan und ein lupenreines, rohes Metalmonster mit sägenden Riffs und rauen bis hellem Gesang gezimmert, was ganz grob an eine Mischung aus U.D.O. und Paragon erinnert und einfach Spaß macht. Simple, geradlinige Lieder bleiben im Ohr hängen und sind wie geschaffen für die Bretter die die Welt bedeuten. Gerne Midtempo bis schleppend und immer heavy. Der Geist der Achtziger wird hier absolut toll eingefangen und die Scheibe klingt sowas von echt und ungekünstelt. Klar wird hier kein Rad oder Schraube neu erfunden, die Musiker machen das was sie lieben und das glaube ich zu hören. Ohne Keys und Balladen wird hier dem Metal gefrönt, wobei es mit “Easy Rider” am Ende in einer alternativen Version noch mal einen Blick in die Vergangenheit gibt, dieser Song ist zweimal auf der CD. In Englisch und auf Deutsch mit Ex-Sänger Thomas Post.
Wer auf gutklassiges Altmetall steht ist hier richtig, auch ohne Ostalgie.

Fazit
Eine raue aus dem Bauch heraus kommende und sehr geradlinige Metalscheibe mit 80s Vibes die viel Spaß macht!
11
von 15
Außerordentlich
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)