CHEVALIER – Destiny Calls

Albumtitel

Destiny Calls

Label/Vertrieb

Gates Of Hell/Soulfood

Veröffentlichung

26.04.2019

Laufzeit

46:00 Minuten

Die Finnen stehen sozusagen für den Underground im Underground und legen nach zwei umjubelten EPs nun das erste vollständige Album vor. Stand ich CHEVALIER bisher treu gegen alle Kritik an der Seite, habe ich auf „Destiny Calls“ definitiv ein kleines Soundproblem. Garagenproduktion hin oder her. Hier klingt es teilweise dermaßen blechern, dass man den Eindruck bekommt, die Band habe die Scheibe live in der Waschküche eingetrichtert und mit einem Kassettenrekorder aufgenommen. Das hat natürlich auch insgesamt seinen Charme, ist selbst mir aber zu old school.

Blende ich das Ganze mal aus, dann spielt sich eine wütend klingende Truppe, teils in rasanter Geschwindigkeit, 45 Minuten durch gutes Songmaterial, das zum Mähne schütteln einlädt.  Rasende Gitarrensoli sorgen zusätzlich für Abwechslung und Drive in den einzelnen Songs, die alle die Fünf-Minuten-Marke überschreiten und durchdacht aufgebaut sind.  Überragend dabei ist „The Curse Of The Red Star“, eine Abgehnummer, die direkt zündet. Sängerin Emma kreischt sich mit ihrem finnisch gefärbten Englisch dermaßen engagiert durch die Songs, dass eine Stimmbandentzündung zu befürchten ist.

Mit „Destiny Calls“ werden CHEVALIER die Zielgruppe mit Sicherheit zufrieden stellen, wenn auch mit einer besseren Produktion einiges mehr aus den Songs herauszuholen wäre. Dem spricht auf der Bühne dann zum Glück nichts entgegen.

Fazit
Metallische Garagen-Entrümpelung
10
von 15
Gediegen
Melodic Metal bis Epic Doom