ELVENPATH – The Path Of The Dark King

Elvenpath

Albumtitel

The Path Of The Dark King

Label/Vertrieb

Eigenproduktion

Veröffentlichung

09.03.2019

Laufzeit

74:04 Minuten

Entgegen dem Trend, die Alben wieder bei 40 Minuten einpendeln zu lassen, agieren ELVENPATH, deren neue Scheibe die Kapazität des Silberlings voll ausschöpft. Die Hessen vollziehen auf „The Path Of The Dark King“ den nächsten Entwicklungsschritt und liefern ihre bis dato beste Leistung ab.

Völlig untypisch ist der völlig überdrehte Opener, mit dem ich mir nach wie vor schwer tue, der aber wohl genau so klingen muss, um die „Combat Zone Europe“ angemessen darstellen zu können. ELVENPATH goes Speed and Hyper Metal. Gewöhnungsbedürftig für die Altfans.

Die restlichen acht Nummern bewegen sich dann aber im gewohnten Metier. Anders als es der Bandnamen vermuten lässt, spielt die Band melodischen Power Metal, mit einem stellenweise tiefen epischen Einschlag. „One Strong Voice“ ist eine Hymne vor dem Herrn, mit bärenstarkem Refrain und geilen Chören. Die Nummer muss man feiern. „Targaryen Fire“ ist ein schneller Banger, mit melodischem Refrain, der für den Drummer das Fitness-Studio ersetzt. Mit „The Sword Of Gideon“ loten die Hessen ihre Grenzen aus. Ein Basslauf leitet nach kurzem Intro die Nummer ein, bevor ein fettes Gitarrenriff den Song übernimmt, um ihn in ruhige, progressive Sphären zu lenken. Der Refrain ist dann wieder, typisch ELVENPATH, ein Brett. Eine Meisterleistung von Bandboss Till Oberboßel, dem hier ein wahrlich erhabenes Schlachtengemälde gelungen ist.

Bei der folgenden Trilogie „The Litanies Of Lucifer“ bringen sich seine Mitstreiter Oli Rossow (g), Chris Flindt (b) und Sänger Dragutin Kremenovic beim Songwriting ein und wissen absolut zu überzeugen. Besonders die Power-Granate „Black Wings“ fegt wie eine Herde wilder Büffel aus der Anlage und beschert uns eine Killernummer mit überragender Gitarrenarbeit.

Mit „About Nightmares And Kings“ gibt es dann kurz vor Ende noch eine fette Abgehnummer, bevor das Oberboßel-Epos „The Mountain Curse“ die Scheibe standesgemäß und erhaben beschließt.

ELVENPATH sind mit ihrem vierten Album nicht nur in der obersten Liga des deutschen Metals angekommen, sondern zählen mit zum Besten, was wir momentan im melodischen Power Metal zu bieten haben. Jetzt liegt es an uns, Metalheads!

Fazit
Der Pfad des dunklen Königs muss unbedingt beschritten werden.
13
von 15
Hervorragend
Melodic Metal bis Epic Doom