SLOW – IV – Mythologiae

IV – Mythologiae

code666/SPV

Veröffentlichung

19.01.2019

Laufzeit

72:12 Minuten

SLOW, das weiß der fleißige Englischvokabellerner, heißt so viel wie „langsam“. Der Name passt also direkt zur Musik des belgischen Atmospheric-Funeraldoom-Duos SLOW- allerdings fungiert er bei den beiden als Abkürzung für „Silence Lives Out/Over Whirlpool“. Viel mehr als die Frage, was Déhà und Lore B zu dieser vielleicht tiefschürfenden Namensgebung bewegt haben mag, beschäftigt mich die Frage, warum sie ihr letztes Album (IV – Mythologiae), das erstmals im Jahre 2015 erschienen ist, neu eingespielt, neu gemixt und neu gemastert haben und jetzt erneut in die Plattenläden und Downloadkanäle schieben. Denn außer dem neu hinzugekommenen Titel „At the Break of Dawn“ und dem neuen Titelbild machen SLOW auch im zweiten Anlauf ihres vierten Album das, was sie schon immer machen: sehr atmosphärischen, keyboardlastigen Breitwandzeitlupendoom mit ganz viel Hall auf Schlagzeug und Gesang und angenehmer Drone-Schlagseite.

Da dieses Konzept offenbar auch beim vierten Album in nahezu unveränderter Form zu tragen scheint, machen SLOW wohl irgendwas richtig. Oder sind zu stur zuzugeben, dass sie’s nicht tun. So oder so wirkt „IV – Mythologiae“ in sich auf eine gewisse Art schlüssig- vielleicht, weil die sechs Songs untereinander sehr viel Wiedererkennungswert besitzen und sich hinsichtlich Struktur, Spielzeit, sowie der o.g. Zutaten sehr ähnlich sind. Warum haben Déhà und Lore B, wenn sie nach dieser langen Zeit schon mal wieder im Studio waren, nur einen einzigen neuen Titel zustande gebracht, der zudem klingt wie die alten? Mir persönlich ist das Ganze irgendwie zu gleichförmig, zu vorhersehbar, zu- ja: uninteressant.

7
von 15 / Solide