Tigersclaw-Force Of Destiny

Albumtitel

Force Of Destiny

Label/Vertrieb

7hard/Membran

Veröffentlichung

15.02.2019

Laufzeit

73:15 Minuten

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Im Sommer 2017 konnte das female fronted Symphonic Metal Trio Tigersclaw mit ihrem Debüt „Princess Of The Dark“ allseits gute Kritiken einheimsen. Logisch, dass es zu einer weiteren Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten kommen musste. Diese sind der Multi-Instrumentalist, Songwriter und Produzent Alexander Baier, die russische Sängerin Elena Minina sowie Drummer Ralf Neumann.

Vieles dreht sich zwar auch weiterhin um die großartige Dame am Gesangsmikro, die zwischen Sopran und ihrer normalen Stimmlage hin und her pendelt, aber das allein würde der Musik auf „Force Of Destiny“ nicht gerecht werden. Denn was wäre eine gute Vokalistin ohne die entsprechenden Melodien und Instrumentalisierung? Eben, und beides stimmt auch auf dem zweiten Album, das zudem mit 15 Songs und einer entsprechend langen Laufzeit glänzt, ohne langweilig zu werden. So geht es gleich mit dem Titelsong in Double-Bass Tempo, jedoch auch melodisch wertvoll zur Sache. Wie auch das nachfolgende „Walpurgis Night“ weist der Opener zudem einen leicht folkigen Touch auf, was der Musik von Tigersclaw richtig gut zu Gesicht steht. Was ich ebenfalls gut finde ist die Tatsache, dass Elena ihren russischen Akzent nicht verbirgt, was sie und die Lieder symphatisch macht. Bei „Tigersclaw“, also quasi dem bandeigenen Song, darf Elena aber mal so richtig ihre klassische Gesangsausbildung zur Schau stellen, allerdings muss ich zugeben, dass mir gerade dieses Stück aufgrund dem vielen Nachtigallen-Geträller etwas nervt. So geht die Reise jedoch höchst abwechslungsreich weiter. Schnelle, harte Songs sind zwar in der Mehrheit, doch gibt es auch gefühlvolle Balladen wie das bombastische „Empire Of Forgotten Souls“ oder „Still Of The Night“. So fand tatsächlich im Vergleich zum guten Debüt eine Steigerung statt. Fans der ersten Nightwish-Ära mit Tarja sollten also bei Tigersclaw unbedingt mal reinhören, aber auch alle anderen female fronted Symhonic Junkies sind hier gut aufgehoben. Als Anspieltip gibt es von mir das ebenfalls leicht folkige und epische „The Fallen Queen“!

Fazit
Ein gefundenes Fressen für Nightwish Fans der Tarja-Ära
11
von 15
Außerordentlich
Die Melodie muss stimmen!