NIRVANA – Teen Spirit – Die Story zu jedem Song

Nirvana

Titel

NIRVANA – Teen Spirit – Die Story zu jedem Song

Verlag

Verlag

Autor

Chuck Crisafulli

Seiten

136

Am 05. April ist der zehnjährige Todestag Kurt Cobains und damit ein guter Anlass, um auf das musikalische Schaffen der Grunge-Könige von Nirvana einzugehen.
In seinem Buch „Nirvana – Teen Spirit – Die Story zu jedem Song“ zeigt Autor Chuck Crisafulli den Künstler Kurt Cobain an Hand seiner Songs. Er geht auf die einzelnen Alben „Bleach“, „Nevermind“, „Insecticide“, „In Utero“ „Unplugged In New York“, „From The Muddy Banks…“ sowie „Greatest Hits“ ein. Song für Song werden die Einflüsse und hintergründigen Texte dem Leser näher gebracht. Cobain war ein Kritiker des American Way Of Life, ein Außenseiter, der als Teenie nie in die Schubladen des Systems passte, was er später für Satire und beißenden Spott nutzte. Aber er war auch ein sensibler Mensch. Viele Texte wie z.B. „Floyd The Barber“ kapieren wir Deutsche nicht, da wir die Hintergründe (hier TV Serie) nicht kennen. Deshalb ist das Buch sehr aufschlussreich. Was mir an dem Buch so gefällt ist das Analytische, wenn z.B. Crisafulli erklärt, warum Cobain dies oder jenes getan hat. Dann kommen mir die Ereignisse wieder in den Kopf und wirken klarer als damals.
Aber auch der Werdegang von Nirvana wird ungekünstelt und sachlich wiedergegeben. Viele Fotos der Band und Schnappschüsse von Leuten und Dingen, die Nirvanas Songs und die Musiker beeinflusst haben, sind abgebildet. Nirvana haben vielen Bands, von denen sie sich beeinflusst fühlten, geholfen und ihnen durch Supportslots und das Tragen ihrer T-Shirts zu Bekanntheit verholfen. Nirvana wurden vom Popstar-sein überrumpelt und konnten sich damit schwer anfreunden.
Selbst für einen Nichtfan wie mich, war dieses Buch sehr interessant. Abgerundet wird es mit einer Discographie, Chronolgie und einem der letzten Interviews mit Bandkopf Kurt Cobain. Nirvana, die Könige des Grunge, traten auf ihrem Zenit ab, es ist müßig zu spekulieren wo sie heute stehen könnten oder ob Kurt ermordet wurde, das bringt ihn auch nicht zurück. Fakt ist aber, dass Drogen viele sogenannte Grunge-Musiker direkt oder indirekt umgebracht haben. Kurt Cobain war für mich der Größte und traurigste von allen. Sein Schicksal beweist, dass Geld und Ruhm doch nicht glücklich macht, wenn man selber immer genug Probleme hatte.
Nirvana Fans kommen um dieses Buch nicht herum!

"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)