UNEARTH – EXTINCTION(S)

Albumtitel

Extinction(s)

Label/Vertrieb

Century Media Records / Sony

Veröffentlichung

23.11.2018

Laufzeit

37:55 Minuten

Es ist schon irgendwie komisch, wie die Dinge so im Leben laufen. Von UNEARTH hatte ich mal eine Scheibe (ich glaube es war „The March“), mit der bin ich nie warm geworden. Trotz mehrfacher Versuche und guter Zurede aus dem Freundeskreis: das war nicht meine Baustelle. Jahre später sitze ich nun hier und bekomme die dankbare Aufgabe, die neueste Scheibe des Fünfers aus Amerika zu sezieren. „Extinction(s)“ nennt sich die Scheibe und ich beginne den ersten Durchlauf mit einer kleinen Sorgenfalte auf der Stirn. Diese verflüchtigt sich aber schon nach einer Minute, denn bereits der Opener „Incinerate“ ist ein Brett vor dem Herrn und holt mich gleich ab. Und im Großen und Ganzen geht es auch so weiter. Starke Riffs, knackige Breaks und jede Menge Groove sind hier vertreten. Die zehn Songs können stark unterhalten, nur wenige Passagen bei einigen Songs laufen nicht ganz so rund wie andere. UNEARTH spielen zwar Metalcore, schaffen es aber trotzdem eine Menge an anderen Einflüssen zu verarbeiten. Sei es ein fieser Beat Down in „Hard Lined Downfall“ oder aber ein Geschwindigkeitsrausch wie in „King Of The Arctic“.
Obendrauf kommt noch Sänger Trevor Phipps, der ebenfalls seine Stimmbänder auf unterschiedliche Weisen malträtiert um so auch noch einmal für etwas Abwechslung zu sorgen.
Die Produktion ist über jede Diskussion erhaben, hier gibt es richtig einen auf die Zwölf.
„Extinction(s)“ ist sicherlich nicht das stärkste Album von UNEARTH, aber definitiv gehört es zu dem Besten was die Truppe bisher rausgebracht hat. Starkes Album!

12
von 15 / Edelstahl
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!