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15. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

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JOHNNY GIOELI
Pledgen für den guten Zweck!
Thorsten Dietrich
www.facebook.com/johnnygioeliofficial/


US-Sänger Johnny Gioeli steht seit Ewigkeiten für seine Band Hardline und natürlich Axel Rudi Pell. Manchmal ist er auch Gast, hat ein Album mit Deen Castronovo gemacht und macht immer was mit seinem eher in Japan bekannten Projekt Crush 40. Nun nach vielleicht dreißig Jahren als Sänger gibt es ein Soloalbum der sympathischen Rampensau der auch im Interview gut drauf war. Hierbei stand seine Stimme total im Focus.

Johnny, nach einer langen Zeit als professioneller Sänger mit Bands wie Hardline oder Axel Rudi Pell hast du dich entschieden eine Soloscheibe zu machen. Warum so spät?

Nun, ich brauchte einen guten Grund und bekam einen! Ich war immer ein Bandmusiker, aber das was in meiner Heimatstand passierte gab mir den Grund! Ein junger Mann, eine Freund der Familie wurde gelähmt durch einen Autounfall. Ich entschied mich das Soloalbum zu kreieren und ihm zu widmen. Zur gleichen Zeit aber auch Geld durch Pledge Music einzunehmen um seine Rehabilitationskosten zu finanzieren. Das Pledge Geld ist also für Joe Barber und die Scheibe wird über Frontiers Music noch mal regulär veröffentlicht. Das coole an der Sache ist die Fans von Anfang an im Boot zu haben und an der Sache teilhaben zu lassen.

Warum dauerte es im Endeffekt so lange bis "One Voice" nun heraus kam?

Ich wollte mir die anvisierte Zeit nehmen um die Spenden für Joe zu erstellen und zur gleichen Zeit sicher sein dass ich genug Zeit habe alle Lieder zu schreiben. Ich machte jedes Wort und Melodie mit meinem geschätzten Gitarristen und Partner Eric Gadrix.

Wieso hast du das Album "One Voice" genannt?

Das kam von der ganzen Liebe und den Spenden aus der ganzen Welt für Joes Zustand. Es traf mich als ich eines Morgens aufwachte und dachte, zusammen sind wir eine Stimme! Der Song entstand dann später an diesem Tag.

Das Artwork ist ein Foto von dir wie du singst. Das ist neu, normaler Weise sind auf Alben von dir Ritter oder nett gezeichnete Artworks. Warum ein simples Foto?

Nun es ist es nicht! Wenn du wiiiiiirklich nahe schaust siehst du die ganzen Fans auch im Bild (lacht). Es ist an das Thema gebunden. Eine Stimme, meine, eine Stimme, wir alle.

Im Netz ist das Cover recht klein zu sehen, aber jetzt wo du es sagst verstehe ich es. Die Musik und die Texte sind für meine Ohren komplett anders als dein sonstiger Stoff. Es ist oft sehr melancholisch und Midtempo. Ich denke aber auch ein Soloalbum muss sich absetzen vom Rest. War das deine Intention?

Ja, ich mache ja eine Soloscheibe und keine Axel Rudi Pell Platte. Das bin ich. Es ist ein gute Laune, kein Drachen oder Hexen Album (lacht)!

Kommen wir zur Musik und den Texten. Wer war involviert in dem Schreibprozess, gab es ungenutztes Material?

Ich schrieb das ganze Album vom Beginn bis zum Ende. Ich nutzte tägliche Erfahrungen und Gedanken um ein simples Hören und Verstehen Konzept zu kreieren. Ich wollte es eher altmodisch – mach es an im Auto, fühle es. Mission erfüllt!

Du bist ein beschäftigter Mann. Wird es mehr Soloalben geben in der Zukunft oder war das eine einmalige Sache die du einmal in deiner Karriere gemacht haben wolltest?

Ich bin mir da nicht so sicher! Mein Focus im Moment ist dass ich meine Versprechen an Joe erfülle und ihm und seiner Familie helfe so gut ich kann. Der Rest ist ungewiss.

Du tourst sehr viel seit unserem letzten Interview als du noch eine Firma in den USA hattest die auch viel Zeit brauchte. Nun sieht es aus als hast du diese nicht mehr und du bist diesen Herbst ja auch lange in Europa auf Tournee?

Ich habe die Firma vor einigen Jahren verkauft. Ich mache noch immer einige Dinge, aber Musik ist meine Nummer 1. Ich bin immer sehr beschäftigt! Wie ein einbeiniger Kickboxer (lacht).

Du bist anscheinend auch voll in Aktion mit dieser Crush40 Sache. Aber in Deutschland und der Rock/ Metalszene ist das gar nicht so präsent, Dabei ist es doch mehr Rock und recht Heavy als anderer Mist den ich manchmal besprechen muss. Es schein aber mehr in Japan und der Gamer Community statt zu finden. Warum?

Crush40 ist im Moment recht massiv! Ich bin nicht sicher warum es nicht so populär in Deutschland ist. Ich denke Drachen, Regenbogen und Feuer ist wichtiger? (lacht). Ich weiß es wirklich nicht! Ich liebe die Crush40 Lieder, die machen Spaß!

Ich sah ein Foto von dir und deinem Sohn bei einem europäischen Konzert. Manche Kinder von bekannten Musikern werden auch Musiker, oder entwickeln sich in eine ganz andere Richtung. Wie sieht es denn bei dir in der Familie aus?

Ja, er liebte es mit auf Tour zu sein. Jetzt ist Hockey seine Passion! Aber er ist auch ein toller Drummer, doch jetzt fokussiert er sich auf die Gitarre da er sagt das er da mehr Mädels abbekommt mit der Gitarre (lacht). Das ist mein Junge!

Es ist immer eine Freude solch einen witzigen Interviewpartner zu haben!

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