Navigation
                
15. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Band
Titel
Autor
Homepage
>> Als E-Mail versenden
IMPELLITERI
härter und schneller!
Peter Hollecker
www.impellitteri.net/band


That Rock Guy

US- Metal-Gitarrist Chris Impelliteri gründete seine nach ihm benannte Band 1987, er feierte letztes Jahr also schon 30 Jahre Karriere. Dabei arbeitete er im Laufe dieser Zeit mit vielen Musikern zusammen und zum Line-Up gehörten einige bekannte Namen, unter anderen Drummer Ken Mary (Alice Cooper), Keyboarder Claude Schnell (Dio) und ein gewisser Sänger namens Graham Bonnet (u.v.a. Rainbow). Doch schon seit mehreren Jahren ist der Gesangsposten fest an Rob Rock vergeben, der auch fleißig zusammen mit seinem Boss als Songwriter tätig und für alle Texte und Gesangslinien verantwortlich ist. Leider ist dieser Gruppe in Europa bisher der ganz große Durchbruch verwehrt geblieben, während in Asien, speziell in Japan Impelliteri durch die Decke gingen. Das könnte sich jetzt mit dem brandneuen Studioalbum "The Nature Of The Beast" ändern, weshalb wir mit dem 54-jährigen Gitarristen ein Gespräch rund um den neuen Silberling führten.

Hi Chris, "The Nature Of The Beast" ist euer mittlerweile zehnte langes Studioalbum, dazu gab es mehrere EPs sowie Live-Scheiben. Erzähle deinen Fans und unseren Lesern doch einfach mal die aus deiner Sicht wichtigsten Fakten über euer neues Werk.

Sehr gerne und danke schon mal für die Möglichkeit, uns bei euch präsentieren zu dürfen. Also die neue Scheibe ist eindeutig die härteste und schnellste Platte in unserer Geschichte! Die Musik ist sehr dramatisch, schnell, melodisch, technisch und aufregend. Wir spielen mit Feuer unterm Hintern und mit verdammt viel Power auf "The Nature Of The Beast". Der Sound unserer neuen Musik spiegelt die klassischen, großen Metal Bands wie Iron Maiden oder Van Halen wider, als sie in den Achtzigern die Welt eroberten. Wir wollen einfach mit unseren Songs die Metal Fans in jedem Land der Erde erreichen und so viele neue Fans wie möglich dazugewinnen. Das Album ist eine Zusammenarbeit von allen vier Bandmitgliedern, worauf ich diesmal großen Wert gelegt habe. Bald geht es auch auf Tour, um das Biest endlich von der Leine und auf die Fans loszulassen!

Ich gebe dir absolut Recht, denn die Einflüsse aus den guten alten 80er Jahren sind aktuell presenter denn je. Wie wichtig ist denn der NWOBHM für dich persönlich gewesen?

Impelliteri entwickelten sich ja genau aus dieser Zeit heraus und ich wurde schon extrem von Bands wie Iron Maiden, Black Sabbath, Van Halen oder Ozzy beeinflusst. Deshalb hört man das unseren Songs auch an, genauso wollten wir aber auch jetzt klingen. Gerade Ozzy mit Randy Rhoads an der Gitarre waren einfach göttlich, jedoch ist diese Liste nicht abschließend. So begründet sich unser Sound ganz klar in den Achtzigern, allerdings finde ich, dass wir der Musik trotzdem unseren eigenen Stempel aufdrücken konnten. Wir transportieren den Geist des klassischen Metal ins Jahr 2018 mit großer Energie und wollen auch nächstes Jahr noch nicht aufhören damit, haha!

Ihr habt mit "Phantom Of The Opera" von Andrew Lloyd Webber und "Symptom Of The Universe" von Black Sabbath zwei grundverschiedene Coversongs auf der Scheibe. Nach welchen Kriterien wurden gerade diese Stücke von euch ausgewählt?

Gerade "Phantom Of The Opera" lieben wir schon viele Jahre und spielen das Stück immer wieder mal live. Es wurde also mal Zeit für eine Studio-Version wie wir sie uns vorstellten. Das heißt mit viel Speed und Power, so wie es sie noch nie gab. Genauso verhält es sich eigentlich mit "Symptom Of The Universe", ebenfalls ein Song den wir lieben, das Riff ist einfach magisch! Wir spielen das Stück eine gute Portion aggressiver und technischer. Da gibt es jetzt etwa ein paar abgefahrene Shred-Solos und hört euch einfach mal die verrückten Drums an…ganz abgesehen vom völlig irren Gesang, was vor allem für "Phantom Of The Opera" gilt! Ich vergleiche unsere Versionen gerne mit Van Halen, als die "You Really Got Me" von den Kinks viel energetischer gecovert haben. Coverversionen machen für mich nur Sinn, wenn sie sich von den Originalen deutlich unterscheiden.

Wie erklärst du dir eigentlich, dass ihr in Japan so großen Erfolg habt, während ihr in Europa bisher lediglich von Insidern bzw. Shredding-Spezis wahrgenommen wurdet?

Nun, die Japaner liebten schon immer großartige Musik, die komplexe Strukturen wie technisch anspruchsvolle Gitarrensolos, Riffs und Melodien miteinander verbindet. Genauso stehen die Japaner auf starken Power Metal Gesang wie Rob ihn in der Lage ist zu singen. Wenn ich gemein wäre würde ich sagen, dass die Japaner einen besseren Musikgeschmack haben, haha! Nein, Scherz beiseite, tatsächlich gehören Impelliteri zu den erfolgreichsten Bands in Japan, was eine Ehre für uns ist. Wenn die Promoter uns in Europa einladen, kommen wir gerne zu euch rüber und heizen euch ordentlich ein!

Das sollte doch möglichst bald möglich sein. Mich interessiert auch, wie du als Gitarrist zu der akustischen Variante deines Instruments stehst?

Oh, ich liebe die akustische Gitarre sehr, zuhause spiele ich viel damit. Allerdings verlangen unsere Auftritte, dass ich ausschließlich die Elektrische benutze, was viel mit der von mir oft zitierten Energie zu tun hat!

Ich komme schon zu meiner letzten Frage: Wo lebst du und gibt es neben der Musik noch andere Dinge, die dich interessieren?

Ich lebe in Kalifornien, genauer gesagt Los Angeles in der Malibu Area! Für andere Dinge neben der Musik bleibt mir wenig Zeit, denn Gitarrist zu sein ist ein Full Time Job! Die Freizeit gehört dann meiner Familie, so dass ich sagen kann, dass die Musik, meine Familie und die Impelliteri-Fans mein Leben sind.

<< vorheriges Interview
SINBREED - Vollgas mit neuen Musikern!
nächstes Interview >>
JOHNNY GIOELI - Pledgen für den guten Zweck!




 Weitere Artikel mit/über IMPELLITERI: