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15. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

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ETHERNITY
Schon länger dabei!
Thorsten Dietrich
www.ethernity.be


Die vermeintlichen belgischen Prog-Metal Newcomer Ethernity gibt es schon satte 18 Jahre. Doch erst nun hat die Truppe bei AFM Records angedockt und somit ein professionelles Label hinter sich für das neue Werk “The Human Mind Condition”. Fans von Acts wie Epysode oder Ayreon sind hier richtig. Um was über das Sextett zu erfahren, kontaktiere ich Schlagzeuger Nicolas Spreutel.

Ethernity ist eine Band die ich bisher nicht kannte. Bitte erzähle unseren Lesern und mir etwas über euch, immerhin existiert ihr ja schon lange!

Wir sind eine belgische Melodic Metal band mit einigen Prog Elementen! Wir haben diese Gruppe vor 18 Jahren als Teenager erschaffen. Die meisten von uns stammen aus der gleichen Familie und dazu kamen noch Schulkameraden. Wir spielten für einige Jahre als eine Art Teenager Garagenband bis wir wirklich fähig waren diese Art von Musik zu spielen. Vor sieben Jahren begannen wir die Sache etwas ernster zu sehen als wir Lieder schrieben die wir für unser erstes Album verwendeten. Von da an teilten wir die Bühne mit Bands wie Europe, Evergrey, DGM oder Tarot um mal einige zu nennen.

Ihr existiert ja schon seit 2000 bis heute. Waren die Angebote der Labels so schlecht, oder wolltet ihr unabhängig bleiben?

Richtig! Die Dinge wurden ernsthafter als das erste Album aufgenommen wurde. Wir schauten natürlich nach einem Label und bekamen auch ein paar Angebote. Zu der Zeit waren wir schon am Verhandeln mit AFM Records, aber das Timing war nicht gut und sie schlugen vor in Kontakt zu bleiben für die Zukunft der Band. Die anderen Angebote die wir auf dem Tisch hatten waren nicht so interessant. Mit drei Designern und Marketing Typen in der Band entschieden wir uns dass wir die Dinge selber machen bis wir ein ordentliches Angebot bekommen. Es gab keinen Grund Geld zu verlieren mit Labels die uns nicht unterstützen können in Dingen die wir selber können. Als wir das zweite Album aufnahmen kamen AFM zurück zu uns wie versprochen und der Rest ist Geschichte!

Euer neues Album heißt „The Human Race Extinction“ und das Artwork sieht aus wie bei einer düsteren Science Fiction Serie oder Film! Erzähl uns doch was zu den Texten!

Es ist wirklich Sci-Fi orientiert. Es ist etwas was wir schon lange machen wollten. Wir waren müde von diesen ganzen Fantasy Themen in Sachen Texten als auch als Image für die Band. Das ganze Album basiert auf einer einzelnen Geschichte die in verschiedene Kapitel aufgeteilt wurde durch die Lieder. Nichts super tiefgründiges, aber wir dachten es ist einfacher eine einzelne Geschichte für die Sci-Fi Thematik zu nehmen. Um es kurz zu machen: Die Geschichte ist über Alien Roboter die unsere Erde überfallen, nahezu die gesamte Menschheit auslöschen bis einige Überlebende zurück schlagen um ihren Planeten wieder zu übernehmen. Das typische Actionfilm Szenario (lacht).

Stimmt, so hört es sich an. Melodic Prog Metal mit weiblichem Gesang könnte eine gute Definition für deine Band darstellen, denkst du nicht?

Ja, ich würde am Ende der Definition noch den Zusatz „mit Eiern“ setzen (lacht). Wir sind anders als die meisten female fronted acts. Da haben wir wirklich was anderes. Unsere Gesangslinien basieren auf einem typischen männlichen Prog Sänger, nur das wir halt eine Frau hinter dem Mikro stehen haben.

Ihr habt bisher vier Demos und ein selbst veröffentlichtes Album draußen. Wird es dazu neu aufgenommenes Material auf zukünftigen Alben geben, oder gibt es dafür bisher keine Pläne?

Das ist wohl wahr. Nein, ich denke nicht dass wir eines Tages zurück gehen zu diesem alten Material! Der Stil der Band hat sich die letzten Jahre sehr entwickelt, so dass wir denke ich nicht zu diesen Liedern zurück kehren werden. Ich denke wir haben nun unseren Weg gefunden und werden neues Material in dieser Richtung schreiben.

Ich las das ihr bisher nur in den Benelux Staaten gespielt habt oder liege ich da falsch? Wie sieht es aus mit Deutschland und anderen Ländern, habt ihr da auch Konzerte oder Feedback bekommen?

Das stimmt! Ich denke das war die Kehrseite der Medaille wenn man kein Label hat. Es ist traurig, aber die Promoter interessieren sich erst für dich, wenn du einen Label Namen über deinem stehen hast. Das wird besonders Ernst wenn du außerhalb deines Landes spielen willst. Zumindest ist es das was wir erfahren haben. Aber nur durch die Ankündigung von AFM über unsere Zusammenarbeit haben wir jetzt schon Kontakte zu anderen Ländern. Es ist schätze ich nur eine Frage der Zeit bis wir aus Belgien exportieren werden.

Um ehrlich zu sein kenne ich nicht so viele belgische Metalbands neben Epysode, Channel Zero oder Aborted. Laut dem Internet gibt es so viele dort. Wie groß ist die Metalszene dort wo du lebst?

Wir haben eine wirklich aktive Szene mit einem Sack voller Bands von denen einige wirklich gut sind. Es ist wahr das wir einer der wenigen sind die es auf ein gutes Label geschafft haben. Das ist lustig, denn nach der AFM Ankündigung bekamen wir eine Menge Feedback von anderen Bands die stolz auf uns waren dass es eine belgische Band geschafft hat und nun Belgien repräsentiert. Daneben passieren hier noch Dutzende von lokalen Konzerten jede Woche, aber es ist wahr, Metal ist nicht die populärste Musik und das macht das Leben für hingebungsvolle Promoter manchmal nicht einfach. Wenn du ein paar belgische Bands hören willst, teste mal Iron Mask, Komah, Hellcity. Die sind sehr gut.

Iron Mask kenne ich und da hat der gute Nicolas auf jeden Fall Recht!

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