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17. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

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KORBEN DALLAS
10 Jahre Spaß!
Thorsten Dietrich
www.facebook.de/korbendallaspandacore


Die selbsternannten Padancoreler aus den Raum MYK / Neuwieder Bereich rocken mit Spaß 10 Jahre durch die Botanik und haben nun zum Jubiläum nicht nur eine neue CD, sondern auch diverse andere Sachen am Start. Darüber unterhielt ich mich mit Frontkasper Axel Gerhartz.

Axel, wie kam es zur Gründung der Band Korben Dallas und habt ihr den Namen gewählt weil ihr den Film „Das 5. Element“ so gut findet?

Auch wenn die meisten von uns dem Film viel abgewinnen können, hat dieser selbst wenig mit der Namensgebung zu tun. Wir waren einfach auf der Suche nach einem Bandnamen, der cool klingt, den man sich behält und der beim ersten hören nicht direkt auf die Musikrichtung schließen lässt. Dazu kommt noch, dass eigentlich niemand etwas gegen Bruce Willis haben kann. Zumindest vor 10 Jahren, bei der Bandgründung war das noch so! Zur Bandgründung selbst gibt es eigentlich nichts spektakuläres zu berichten. Wir waren fünf Dullis, die Bock hatten Musik zu machen. Wir haben uns gesucht und gefunden.

Euer Debütalbum ist nun schon satte fünf Jahre alt, wie seid ihr mit diesem aus heutiger Sicht zufrieden?

Grundsätzlich finden wir aber, dass wir für das erste Album mit 11 Songs, solide abgeliefert haben. Wir haben das gespielt und geschrieben, was wir zu dem Zeitpunkt selber gerne mochten und wurden natürlich durch aktuelles beeinflusst. Hier und da merkt man schon, dass dieses Korsett für uns zu eng war. Unser Sound hat sich seit dem Debütalbum auf jeden Fall weiterentwickelt.

Weshalb hat die neue Veröffentlichung "Seite A" so lange gedauert, fünf Jahre können sich ja eigentlich nur die Großen wie Metallica und Co. erlauben?

Wir auch. Unsere Fans wussten einfach, das es sich lohnt zu warten.Spaß bei Seite. Es ging nicht früher. Zunächst einmal haben wir uns, nachdem das Album in der Tasche war, beim Song schreiben im Kreis gedreht. Circa ein Jahr hatte es gedauert, bis der erste Song soweit war, das wir ihn Live spielen konnten. Danach war der Knoten zwar nicht geplatzt, aber er war gelockert und so kamen nach und nach neue Songs zustande. Dazu muss man wissen, dass wir neues Material immer alle zusammen erarbeiten. Irgendwie klappt das nur so bei uns. Dadurch braucht ein Lied halt etwas länger bis es entsteht und spielbar ist. Dann kamen noch die alltäglichen Stolpersteine hinzu, wie Studium, Ausbildung, Job, das drehende Bandkarussell etc. und Zack, 5 Jahre sind ins Land gegangen.

Wieso bezeichnet ihr euch als Pandacore, das habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden - weil der Panda euer Maskottchen ist?

Auch. Grundlegend ist aber das Endprodukt bei uns die Schnittmenge der unterschiedlichen Geschmäcker und Charaktere. Stehen z.B. alle auf Schädel spalten, kommt Death Metal raus. Bei uns stehen die Stühle etwas weiter auseinander. Unser Schlagzeuger ist z.B. einer der viel Punk hört aber auch Pop. Ich komme eher aus dem New Metal, bin aber auch großer Die Ärzte und auch Metalcore/Hardcore Fan. Diese Unterschiede ziehen sich durch die ganze Band. Schlussendlich ist das was bei uns hinten raus kommt unsere Interpretation des Ganzen. Da wir uns und auch das ganze Drumherum nicht so ernst nehmen hatten wir uns anfangs einen drollig aussehenden Panda genommen, ihm eine Zahnlücke verpasst und zwei Knochen hinter dem Kopf gekreuzt. Der Panda blieb über die Jahre. Pandacore steht somit also für unseren Mix der verschiedenen Musikrichtungen. Wir merken schon beim schreiben ob ein Song das gewisse Korben Dallas-Feeling hat, dass das Prädikat Pandacore verdient. Ich hoffe man versteht mich.

Ihr macht ja grob eine Mischung aus Hardcore, Metal, Alternativ und Punk sind das eure privaten musikalischen Einflüsse und hat es sich so ergeben oder war dies ein konkreter Plan bei der Bandgründung mit dieser Mischung an den Start zu gehen?

Nein,einen Plan von Anfang an, gab es nicht, siehe auch meine Erklärung zum Pandacore. Wir wollten einfach keine Band sein, die nur Moshparts schreibt, dennoch sollen die Stücke nach vorne gehen. Hier und da darf es auch mal etwas kitschig sein. Ein wenig Ironie oder Sarkasmus schwingt auch oft mit.

Wie sieht es denn in Sachen Konzerten aus, eure breite musikalische Aufstellung müsste da eigentlich hilfreich sein, oder?

Nicht wirklich. Überspitzt gesagt, für die Hardcore Konzerte im Pott sind wir zu zahm und bei Pop Konzerten würden die Mädels Angst vor uns bekommen. Mit unseren neuen Songs sitzen wir zwischen den Stühlen. Ich für meinen Teil mag das sehr. Es erschwert aber auch unsere Kategorisierung. Das legt sich aber meist, wenn man uns mal Live gesehen hat. Viele sind schon nach einem Konzert zu uns gekommen und meinten "Ey, eigentlich seid ihr mir zu hart/weich, aber es hat Mega-Spaß gemacht euch zuzuschauen". Das Problem ist eher, dass man erst mal an der Booker-Instanz vorbei muss und die bekommen oft nur aufgenommenes Material präsentiert. Unsere Live Experience kann man leider nicht tapen. Gruß an die Anglizismus Hater.

Denglisch Rules! Ihr singt ja auf Deutsch – warum eigentlich? Wird es auch mal englische Lieder von euch geben?

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein lustiges Kerlchen bin. Oder sein möchte. Oder mal war. Oder werde. Egal. Ich baue halt gerne ironische Sachen und Wortwitze mit in meine Texte ein. Das klappt auf Englisch bei mir leider gar nicht. Englischsprachige Lieder, wenn, nur mal als Cover. Aber das werden Bonbon-Ereignisse sein und selbst da würde ich mich lieber auf deutschsprachiges konzentrieren. Aber, mal schauen.

Da eure EP "Seite A" heißt frage ich mich, ob ihr auch "Seite B" geplant habt und soll es eine Vinyl Auflage geben bei dem Namen liegt das irgendwie auf der Hand?

Du Fuchs! Natürlich haben wir uns bei dem Namen etwas gedacht. Ja, "Seite B" wird es dieses Jahr noch geben. 10-jähriger Geburtstag und so, da wollten wir etwas besonderes machen. Und ja, der Wille, "Seite A" und "Seite B" zusammen als Vinyl raus zu bringen ist auch vorhanden Die zwei EPs sind von vorneherein so konzipiert, erdacht und auch schon zum Teil so von uns umgesetzt. Wir sind halt auch Füchse. Im übertragenen Sinn. Sind ja eigentlich Pandas.

2018 seid ihr nun 10 Jahre alt geworden, was habt ihr außer der EP dafür spezielles geplant und was sind deine besten Erlebnisse in 10 Jahre mit der Band gewesen?

Von unserem speziellen Geburtstagsvorhaben hab ich ja gerade berichtet. Außerdem steht eine kleine Tour, mit unseren Schnuckelchen aus Schöppingen, den Deutschrockern von Vorlaut an. Infos, bei Facebook, www.facebook.de/korbendallaspandacore oder www.facebook.de/vorlautband oder Instagram Vorlaut vs. Korben Dallas. Ach, es gibt so viele kleine Anekdoten, die sich in den 10 Jahren zugetragen haben. Selbstverschuldetes demoliertes Fußgelenk, kurz vor dem Auftritt beim Schlagzeuger, eine Stunde zu spät zum vereinbarten Videodreh kommen und dann noch die Gitarre vergessen, nochmal eine Stunde warten. Im Winter, bei Schnee und Blizzard. Ja, es war sehr kalt. Spülmittel im Tee. Bassist demoliert Sänger mit seinem Instrument. Es gibt jetzt leider nicht DAS Erlebnis aber viele kleine Dinger, die man sich bei einem Bier gerne erzählt.

Ihr habt ja nun in Kruft das vierte Hardcore Springbreak gemacht. Wie seid ihr zufrieden und was plant ihr für 2019?

Wir sind total zufrieden. Dieses Jahr lief es sehr gut. Die Bands waren durchweg Bombe. Gerade die erste hatte es mir angetan. Die Leute waren super drauf, ein voller Erfolg 2018. Durch unseren neuen Gitarristen, den Paule, haben wir es hin bekommen, dass sich Cocoon für eine Show zusammen rauft. Cocoon waren bis zu ihrer Auflösung vor ca fünf Jahren eine DER Metalcore Bands in unserer Ecke. Die Jungs haben an dem Abend richtig abgerissen. Aber auch die anderen beiden Bands, Siamese Smile aus Siegen und Infected World aus Worms haben eine sehr fette Show hingelegt. Die Planung für 2019 wird bald anlaufen und wenn der Zuspruch weiter so wächst, werden wir auch künftig im jährlichen Turnus das Hardcore Springbreak veranstalten. Für alle Interessierten: www.facebook.de/hardcorespringbreak.

Wir hoffen mal auf 2019!

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