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21. Oktober 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Freddy
Titel Freddy
Produktion/Vertrieb EuroVideo Medien GmbH
Homepage www.freddyeddy.de/
Veröffentlichung 06.09.2018
Laufzeit 90:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Dass der deutsche Genrefilm keinen leichten Stand hat, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Grnde dafr liegen auf der Hand, denn selbst wenn es junge Filmemacher und Filmemacherinnen gibt, die sowas auf die Beine stellen wollen, so scheitert es meist am Geld. Die Studios, Produzenten und Frderungen stehen hierzulande anscheinend lieber hinter x-beliebigen Historienschinken, "Rosamunde Pilcher", Komdien mit immer den gleichen Themen oder dem "Tatort", als sich mal den etwas abseitigeren Themen zu widmen, die das Kino sonst so zu bieten hat. So erging es auch Regisseurin Tini Tllmann, die fr ihren Psychothriller "Freddy" selbst die Finanzierung und den Vertrieb bernahm.

Die Handlung fhrt uns an den Tegernsee. Freddy ist Knstler und es knnte alles so schn sein. Er hat jedoch seine Frau mit dem Geliebten ertappt, und soll die beiden just brutal angegriffen haben. Dummerweise kann er sich an die Tat nicht erinnern, und durch die gegebenen Umstnde will man ihm auch noch das Sorgerecht fr seinen Sohn entziehen. Sein Leben fllt auseinander, doch da taucht auch noch sein imaginrer Freund Eddy aus Kindertagen auf, und sorgt fr Probleme...

Natrlich ist die Handlung nicht neu, und ohne jetzt aus Spoilergrnden etwaige Vorbilder aufzufhren, deren Geschichte sich hnlich entwickelt, ist das natrlich ein kleines Manko fr Leute die sich da schon viel zusammenreimen knnen. Nichts desto trotz muss man einfach hofieren, dass es Tllmann im Alleingang geschafft hat sich durchzusetzen und mit sagenhaften 75.000 Euro einen solchen Film zu drehen! Dieses Minibudget sieht man "Freddy" zu keinem Zeitpunkt an, und durch Stars wie Jessica Schwarz, Robert Stadlober, Burghart Klauner, Anna Unterberger oder Katharina Schttler wirkt das Ganze auch weit hochwertiger! Hauptdarsteller Felix Schfer ist eher unbekannt, macht seine Sache aber wirklich sehr gut, und auch wenn manches nicht ganz stimmig ist am Ende, sollte man die Logik hier ab und an nicht mit der Lupe suchen. Was bleibt ist ein Psychothriller der prima unterhlt, hier und da vielleicht etwas ruppiger oder tiefer htte sein drfen, aber eben ein seltener Beitrag des deutschen Films darstellt. Ich wrde mich freuen wenn knftig in solche Projekte investiert werden wrde, und vor allem Tini Tllmann mehr Geld fr ihre Filme bekommt.
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