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17. August 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Singularity (Blu-ray)
Titel Singularity (Blu-ray)
Produktion/Vertrieb Euro Video Medien GmbH
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Veröffentlichung 06.06.2018
Laufzeit 93:00 Minuten
Autor Marco Fertig
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Singularity ist das erste grere Projekt des jungen Schweizer Regisseurs Robert Kouba, und dieser erscheint nun hierzulande frs Heimkino. Nun um den Film fair bewerten zu knnen halte ich es fr ntig, auch etwas zur Entstehung des Ganzen zu erzhlen. Die Dreharbeiten des vorher mit "Aurora" betitelten Low-Budget Streifens liefen 2013 in Tschechien und der Schweiz statt. Weitergearbeitet hat Kouba seit dem sicherlich daran, endgltig fertiggestellt wurde "Singularity" aber erst im Jahr 2017, und das nach etlichen Nachdrehs mit John Cusack, der ursprnglich nicht im Film zu sehen war, ebenso wie etliche teurer Spezialeffekte die damals noch nicht zu realisieren waren fr die Sache. Trotz allem wird der Film mit einem Budget von 100.000 Euro angegeben, und das ist eine beachtlich kleine Summe, wenn man sich das Endprodukt realistisch betrachtet.

Die Geschichte ist schnell erzhlt. Der Wissenschaftler Elias VanDorne ist Vorreiter auf dem Gebiet der Robotertechnik. Seine technischen Helfer sind aus dem Alltag nicht wegzudenken, und so wird auch sein Supercomputer Kronos eine willkommene Errungenschaft, dieser soll nmlich die Kriege der Menschheit beenden. Das tut er indem er die Menschheit fast ausrottet. Knapp 100 Jahre spter macht sich die junge Calia auf den Weg die letzte Bastion der Menschheit zu finden, und trifft dabei auf Andrew. Die beiden setzen die Reise zusammen fort Richtung Aurora. Doch finden Sie die letzten lebenden Menschen, oder existiert dieses Aurora berhaupt? Eine gefhrliche Reise beginnt, und auch VanDorne mischt nach so langer Zeit noch mit in der Sache.

Natrlich klaut Kouba seine Geschichte aus Versatzstcken diverser Sci-Fi Filme zusammen, mixt sie krftig durch und haut sie wieder raus. Aber ist das Geklaut oder vielmehr eine Hommage eines jungen Regisseurs an seine Vorbilder? Jedenfalls hat er fr ein so kleines Budget Beachtliches auf die Beine gestellt, selbst wenn die Effekte nicht state of the art sind, besser als in etwaigen billigen Kloppern die so auf den Markt geschmissen werden sind sie allemal, und sie dienen ihrem Zweck. Klar sind die Wald- und Wiesenaufnahmen nicht wirklich passend zum Rest, und die Darsteller neben Cusack keine Hollywoodknner, aber auch hier muss man einfach den Respekt zollen, den Kouba verdient. Er hat einen kleinen Streifen geschaffen der seine Geschichte zu erzhlen vermag, in den eineinhalb Stunden kommt auch nicht zuviel Langeweile auf, und der Soundtrack wei auch zu gefallen. Fr Sci-Fi Freunde kommt die richtige Science-Fiction in "Singularity" vielleicht insgesamt etwas zu kurz, aber ich bin gespannt was von Kouba hiernach noch kommen mag. Talentfrei sieht anders aus, auch wenn Cusacks Rolle durch die fehlende Interaktion mit den beiden Protagonisten vielleicht etwas aufgesetzt wirkt. Bild und Ton der Blu sind gut geworden, Bonus ist leider nur der Trailer.
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