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21. November 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing GODLESS, METHODS OF MASSACRE
Ort Kiel, Hot Rock
Datum 07.08.2018
Autor Marc Schallmaier
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ber meine Kontakte zu der indischen Metal Szene bekam ich die Info, dass die Band GODLESS aus Hyderabad, Indien in diesem Jahr an dem Wacken Metal Battle auf dem Wacken Open Air Festival teilnehmen wird. Leider war es mir nicht vergnnt den Auftritt in Wacken von GODLESS zu sehen, da dieser zur Mittagszeit war und ich noch arbeiten musste. Aber ich wusste dass die Jungs noch bis zum Ende in Wacken bleiben wrden und so traf ich das Quartett am Samstag auf dem heiligen Acker. Nach einem Beschnupperungsbier erzhlte mir die Band, dass sie noch ein paar Konzerte spielen werden, bevor sie in ihre Heimat zurckkehren wrden. Unter anderem auch in Kiel. Zwar hatte ich von der Location wo das Konzert stattfinden sollte noch nie gehrt, ich sicherte den Jungs aber meinen Besuch zu.

So stehe ich nun vor dem Hot Rock in Kiel und es macht sich erst einmal etwas Ernchterung bei mir breit. Das Hot Rock ist eigentlich nur eine Kneipe mit ein ein paar Quadratmetern freiem Raum in der einen Ecke. Und hier soll ein Konzert stattfinden? Ja, wird es, wie mir die Jungs von GODLESS versichern, die an diesem herrlichen Abend bereits ihren Soundcheck erledigt haben und die letzten Sonnenstrahlen vor dem Hot Rock mit einem Bierchen genieen. Snger Kaushal wurde kurz vor meiner Ankunft noch von einer Biene ins Ohr gestochen. Aber alles kein Problem, wie er mir versichert. Die Laune ist bei allen prchtig und so gehen wir langsam ins Hot Rock wo der musikalische Teil des Abends beginnen soll.

Natrlich hatte mir keiner vorher gesagt dass es noch eine Vorband gibt. METHODS OF MASSACRE nennt sich das Quintett aus Flensburg, existiert seit 10 Jahren und hat in Eigenregie bereits eine komplette CD und eine EP verffentlicht. Die sympathischen Jungs spielen einen recht derben Death Metal, der durchaus unterhalten kann. Technisch versiert ist das Ganze zwar schon, aber nicht so komplett durchgetaktet wie bei IMMOLATION oder NILE. Aber genau da liegt auch der Charme der Truppe. Bis auf die Tatsache dass der Auftritt etwas zu lang gert bin ich positiv angetan von der der Band. Man merkt auch dass Snger Hannes der Raum fehlt, denn er tigert doch sehr auf den zwei Metern hin und her, die ihm zur Verfgung stehen. Viel mehr kann ich auch nicht wirklich sagen da ich mit dem Material von METHODS OF MASSACRE null vertraut bin. Wer auf technisch-brutalen Death Metal steht und keinen Bock mehr auf den Einheitsbrei der arrivierten Bands hat der sollte dieser Truppe mal eine Chance geben.

Viel umzubauen gibt es nicht auf dem kleinen Raum, trotzdem tut die Pause gut und ich gehe wie viele andere auch kurz vor die Tr um frische Luft zu schnappen. Wieder drinnen angekommen wundere ich mich darber wie viele Leute so zwischen Tresen und der freien Flche aka Bhne passen. Es sind bestimmt so dreiig bis vierzig Besucher da. Das Hot Rock kann vielleicht nicht mit viel Platz aufwarten, aber die Leute von diesem Laden sind meganett, die Preise uerst angenehm und es finden laufend alle Arten von Veranstaltungen statt. Wer also demnchst mal in Kiel ist sollte hier unbedingt auf einen Hopfensmoothie vorbei schauen.

Kurz nach der kleinen Umbaupause legen GODLESS dann los. Das Quartett spielt im Kern Death Metal, der im Gegensatz zu vielen ihrer Landsleute nicht allzu frickelig ist. Klar, das ein oder andere technische Kabinettstckchen darf nicht fehlen, hlt sich aber wirklich in Grenzen. Interessanter ist da schon die Tatsache dass GODLESS ihre Gitarrenriffs eher aus dem klassischen Thrash Metal basteln, was dem Todesblei eine eigene Note gibt. Die Rhythmusfraktion um Schlagzeuger Aniketh und Bassist Abbas fabriziert einen schnen Sound Teppich auf dem die Gitarrenarbeit von Ravi richtig gut zur Entfaltung kommt. berall dem thront der aggressive Gesang von Kaushal, der verschieden Stile miteinander kombiniert und ebenfalls so eine eigene Note kreiert. Die Band kann mit Spielfreude berzeugen, lediglich bei den Ansagen von Frontrhre Kuashal kann ich mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen, verwendet er den Ausdruck "Motherfucker" recht inflationr. Alder, hier ist Kiel, und nicht Bronx! GODLESS spielen sowohl ihre Songs von ihrer ersten EP als auch die neuen Stck von dem neuen Album "Swarm", was in diesen Tagen erscheint. Und dem Publikum gefllt das was sie geboten bekommen. Erstaunlich gut ist auch der Sound der da aus den Boxen kommt. Nach einer knappen Stunde ist dann aber auch schon Feierabend.

Ein schnes Konzert war das. Mit METHODS OF MASSACRE habe ich eine neue interessante Band aus Norddeutschland kennen gelernt, und GODLESS konnten mich mit ihrem Death/Thrash Metal Mix ebenfalls abholen. All das in einer zwar kleinen aber coolen, urigen und charmanten Location, so dass die Fahrt hin und zurck von Hamburg sich definitiv gelohnt hat. Der Abschied mit den GODLESS Jungs fiel dann sehr herzlich aus, so schnell wird man sich wohl nicht wieder sehen. Allerdings habe ich luten gehrt dass die vier Kollegen aus Indien im nchsten Jahr einige Festivals oder auch eine kleine Tour in Europa spielen wollen. Also, Augen offen halten!

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