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15. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing A CHANCE FOR METAL FESTIVAL 2018
Ort Andernach, Juz Live Club
Datum 05.-6.05.2018
Autor Thorsten Dietrich, Bilder: Mario Loeb
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Die Metal Sommer Festivalsaison 2018 startet wie jedes Jahr in den letzten Jahren in Andernach Anfang Mai mit dem "A Chance For Metal Festival". Auch dieses Jahr haben die Macher den Wettergott wieder gut bestochen oder beschwichtigt da es die beiden Festivaltage, sowie der Anreise und Abreisetag mit gutem Wetter keine Probleme gab. Das seit Wochen, wenn nicht Monaten ausverkaufte Event hatte es geschafft auch die nur fr das Camping angedachten Tickets alle los zu werden, so dass das Gelnde voll war ohne dass ich es als Besucher irgendwie merkte. Whrend viele Festivals Stress pur sind und waren, war hier schon fast Entspannung angesagt. Stress, rger oder irgendwelche Schlgereien haben wir hier nicht gesehen oder davon gehrt. ber den einen oder anderen dmlich kostmierten Ballermann Festivalbesucher muss man sich auch nicht aufregen.

Die Einteilung des Festivals war wie immer schn einfach. Es gab einen Campingplatz mit Toiletten und einen Bierbrunnen vor dem Juz, daneben war ein kleines offenes Zelt wo die Bands ihr Merchandise verkaufen konnten, was viele auch ausgiebig taten, andere waren schnell verschwunden. Dazu gab es noch eine gut schmeckende Pommes Bude mit ausgelagertem Vegetarier Stand. Innen drin existierte noch ein Infostand mit Flyern fr andere Events, dem obligatorischen Poll fr das nchste "A Chance For Metal" und etwas Krach in Sachen Death Metal an einem Verkaufsstand. Das war es und es langte auch! So konnten wir uns auf das Wesentliche eines Festivals konzentrieren: Die Musik!

Freitag
Messerschmitt

Den Freitag erffneten Messerschmitt benannt nach einem deutschen Flugzeug und Autorhersteller. Die Underground Metaller sind ein Bastard aus Heavy und Thrash Metal der mit viel Enthusiasmus und Detailliebe gespielt wurde. Die Remscheider waren mir vllig unbekannt, konnten mich jedoch nach wenigen Liedern berzeugen und zeigten wie viele gute Combos in Sachen Metal NRW doch hat. Hier wurden die Matten geschwungen und Lieder des Debtalbums von 2015 "No Dread To Kill" in die Menge geworfen. Maik Jegszenties war als Snger mit einer recht eigenstndigen und interessanten Stimme dabei und bediente noch die zweite Gitarre. Dabei teilte er sich die Gitarrensoli mit dem anderen Gitarristen Christian Fass. Gute Publikumsresonanzen zeigten mir dass dies der richtige Opener war. Ich bin mal auf ein zweites Album der Truppe gespannt.

Liverless

Die ohne Leber (so der Bandname auf Deutsch) auftretenden Thrasher Liverless aus Dsseldorf sorgten bei mir fr einiges Stirnrunzeln, da der Snger Jarl wie ein gut betrunkener Tanzbr auf einer Sleaze Metal Veranstaltung ber die Bhne torkelte und hpfte, wobei er kaum verstndliche Wortfetzen ins Mikro grlte und dabei wie die betrunkene Thrash Metal Version von John Tardy (Obituary) klang. Anfangs war ich genervt ber das etwas unprofessionelle Verhalten, doch mit der Zeit amsierte mich das Ganze, zumal die Musik echt nicht schlecht war. Die Musiker sagten mir nach dem Gig jedoch, dass es wohl eine Mischung aus Sonne und zu viel Bier vor dem Konzert und keine Absicht war. Vielleich hatte der Frontmann auch nur etwas Lampenfieber. Immerhin haben die Herren auch erst 2017 ein Demo verffentlicht, obwohl sie schon 2011 gegrndet wurden. Bassist Ulli hatte dafr die schnste Einhorn Spandexhose seit Iron Maidens "Live After Death" Konzertvideo am Start. Schaut euch mal unser Video auf You Tube an, da werdet ihr merken dass die Jungs musikalisch was knnen! Immerhin bleibt uns der Auftritt mit der Show gut in Erinnerung. Schwamm drber!

Final Fortune

Danach gab es ein paar junge Lokalmatadore aus Koblenz in Form der Sleaze-Rocker Final Fortune. Die haben schon paar Mal in Andernach an sich gespielt und zeigten eine gute Show mit drolligen Outfits und teils schlimmen achtziger Jahre Frisuren. Dabei wurden Lieder ihres guten Debts "Power Of The Lightning" gespielt und eine klasse Stimmung im Publikum erzeugt. Nach zweimal Thrash darf es ruhig etwas leichter zugehen. Die Koblenzer haben in den letzten Wochen und Monaten diverse Line-up Wechsel gehabt, wovon sie sich aber nicht unterkriegen lieen und trotzdem Gigs gespielt haben. Die Lieder blieben im Ohr, das Publikum hatte Spa und Snger John Wilde konnte als Frontmann berzeugen. Musikalisch war das auch ein berzeugender Auftritt, so dass wir hier nichts zu meckern haben.

Incertain

Mittlerweile war es 21 Uhr und das Publikum war schon recht angewachsen was sicherlich auch an den Andernachern Incertain gelegen haben knnte. Die sorgten mit viel Bewegung samt rotierenden Mhnen auf der Bhne fr Stimmung im Juz. Trotz nur einer Gitarre von Gitarrist Phil Unger ballerte das Material mit Hits der Sorte "Mankind's Grave" oder "Bring Back The Anarchy" das friedlich ausrastende Publikum in einen Rausch dem auch ich mich nicht entziehen konnte. Das Ganze war einfach eine mitreiende Vorstellung der Twens und zeigt was es bringt wenn eine junge Band jahrelang fokussiert am Ball bleibt, probt und live spielt. Auffllig aber sicherlich Zufall war, dass Incertain auf diesem Festival mit Sngerin Liane Walter die einzige Band mit Frontfrau waren. Neben der Sngerin gab es immerhin noch eine Bassistin bei Spectral, die Frauenquote war also sehr berschaubar. Als Gastsnger war mal wieder Sic Zone Frontmann Patrick "Py" Fischer am Bord der wie immer mit der Truppe eine klasse Sohle auf's Parkett legte. Mit diesem Gig hat die Band ihren guten Ruf als Liveband wirklich zementiert.

Spectral

Die aus dem Raum Gerolstein stammenden Spectral spielen Pagan Metal mit Death und Heavy Metal Einflssen, was fr meine Ohren eine recht originelle Mischung darstellt und live immer gut geklappt hat. So waren Spectral auch 2018 mal wieder die Band mit dem einzigen Keyboarder auf der Bhne und (wie schon erwhnt) neben Incertain gab es die zweite Frau des Festivals auf der Bhne am Bass. Spectral gibt es schon seit 23 Jahren (!) und seit sechs Alben! Da hatte die Band einige Menge Material in der Hinterhan von 2017 ist brigens das aktuelle Album. Snger Vidar hatte die Meute vor der Bhne gut im Griff und die Publikumsresonanzen waren zwar nicht so euphorisch wie bei Incertain, aber durchaus gut. Da die Eifler eingespielt waren und ihre Musik dank verschiedener Einflsse recht abwechslungsreich ist, war das ein wirklich gelungener Gig an diesem mit eh schon hochkartigen Acts gespickten Freitag. Spectral sind schon lange ein verdammt guter Geheimtipp und htten wie viele Acts auf dem Festival mehr Aufmerksamkeit verdient.

Dragonsfire

Als Headliner kamen nun die Festival erprobten Dragonsfire die seit dem tragischen Tod des Originalbassisten und Snger Torsten Thassilo Herbert vor drei Jahren kein Glck mit neuen Sngern hatten und dadurch zwischendurch nach zwei Fehlschlgen die Suche nach einen geeigneten Kandidaten anscheinend aufgegeben hatten und die Vocals der verschiedenen Tracks auf die immerhin drei Gitarristen verteilten. Nachdem nun seit einiger Zeit der baumlange Bassist Peter Schfer neu an Bord ist und mit stoischer Miene seinen Dienst verrichtet, hat die sonst recht umtriebige Truppe mit Snger Dennis Ohler einen echten Glcksgriff getan! Der Mann hat eine klassische Metalrhre die auch mal in Sachen Judas Priest und Iron Maiden tendiert, dabei trotzdem frisch und unverbraucht klingt. Somit gibt es keine Vergleiche zum Original da Ohler eine ganz andere Stimme hat und die bekannten Dragonsfire Lieder auch in anderen Sphren bringt. Da der Mann auch gut mit dem Publikum kommunizieren kann und eine ordentliche, agile Bhnenprsenz hat, kann ich der Band nur zu dem neuen Line-up gratulieren. So spielten die Sechs eine Setlist voller Hits die nur von den Kurzauftritten der befreundeten Bands Secutor und Steelpreacher (neuerdings als Quartett) unterbrochen wurde. Diese spielten jeweils ein eigenes Lied um so etwas Werbung fr die am Ende des Jahres stattfindende Live-DVD Aufzeichnung der drei Acts machen konnten. Eine tolle berraschung und ein mehr als wrdiger Abschluss des ersten Festivaltages.

Samstag

Der Samstag startete mit noch besserem Wetter und um 14 Uhr war die erste Band auf der Bhne.


No Excess

Der zweite Festivaltag startete musikalisch mit dem Trio No Excess die mit Ihrem "West Wood Thrash" (Westerwald, you know!) so etwas wie ein Heimspiel hatten und schon zahlreich erschienen Leute vor der Bhne ordentlich wachrtteln. Ob Songtitel wie "Thrashing & Sucking" oder "Vomiting In Bed" die letzte Festivalnacht gebhrend beschreiben oder reine Fiktion sind, ist mir leider nicht bekannt, aber die Band macht schon ziemlich Spa. Das leicht an punkigere Sodom erinnernde Songmaterial, angereichert mit Motrhead und Tank Einflssen fand beim Publikum auf jeden Fall dankbare Abnehmer. Das Trio selbst strahlte ebenfalls ber alle Backen und war augenscheinlich sehr dankbar fr die Auftritts Mglichkeit beim "ACFMF". Hatte man die Herrschaften doch in den vergangenen Jahren des fteren noch als Gste auf dem Campground feiernd wahrgenommen. Das war ein sehr guter Start in den noch jungen Tag! (Patrick Weiler)

Desolated Throne

Unter dem recht coolen Bandnamen Desolated Throne konnte ich mir nichts vorstellen, aber die Truppe aus dem Westerwald spielte im Endeffekt ganz interessante Musik in der Schnittmenge Rotzrock und Heavy Metal. Die Hachenburger kamen auch ganz sympathisch rber, wenn auch der Gitarrist Jeffrey mit seiner imposanten Arschmatte eher damit beschftigt war die Haare nicht in die Gitarre zu bekommen und akkurat auszusehen als mal zu headbangen. Auch fand ich es vollkommen interessant was fr derbe Growls Snger Marcel zwischendrin einwarf, das war echt eine Auflockerung und die Newcomer zeigten hier einen guten Auftritt mit einem stimmigen musikalischen Stilmix. Fr ein Quartett hat die Band einen recht fetten Sound und die Musik hat gut unterhalten.

Greydon Fields

Die Ruhrpott Metaller um Gitarrist Gregor Vogt haben seit einige Zeit eine neue Rhythmussektion und seit diesem Frhling das dritte Werk "Tunguska" drauen. Nach dem sich das Quartett mit einem Lied von Gary Moore ("Out In The Fields" ) durch den Soundcheck rockte waren die Mitglieder bereit Gas zu geben, was sie auch gut 45 Minuten machten. Trotz nur einer Gitarre empfand ich den Sound der Band als durchaus satt und auf der Bhne war Spa und Bewegung angesagt. Frontmann Volker Mostert war schnell warm gelaufen und berzeugte mit seiner sonoren Stimme genauso wie mit den teils flapsigen Ansagen. Zuviel Ernst und klischeehafte Sprche wie bei vielen Amibands hlt man als Zuschauer auch nicht aus. Highlights vom neuen Album wie das packende "Sole Survivor" fraen sich in die Gehrgnge und zeigten den Anwesenden das hier eine richtig gute Truppe am Spielen ist, was von einem gutklassigen Publikumszuspruch samt klasse Stimmung honoriert wurde. Die optisch mit wenig Metalklischees daher kommende Band gehrte nicht nur fr mich zu einem der Highlights des Tages!

Custard

Jetzt ging es direkt mit Custard aus dem Pott weiter die textlich mehr in die Fantasy Power Metal Schiene driften und als Ersatz fr eine ausgefallene Band vor einiger Zeit noch als letzte aufs Billing gerutscht sind. Das hat mich echt gefreut! Beim letzten Gig in Andernach hatten sie noch eine blonde Gitarristin. Jetzt prsentierten sich die in recht coole, aber anscheinend sehr warme Mittelalter (?) Roben gewandeten Metaller mit einem blonden, quirligen Gitarristen der gut eingespielt und perfekt interagierend mit dem Rest der Truppe agierte, dabei auch mal gerne eine Grimasse zog. Snger Oliver Krcher gab den perfekten Frontmann und beeindruckte mit seiner recht variablen Sirene. Um die Leute auf ihre Seite zu ziehen gab es neben jede Menge eigenen Stoff auch die gutklassige Manowar Covernummer "Hail & Kill" (samt fetter Axt in der Hand) die einfach gut ankam und wonach das Eis endgltig gebrochen war. Bei so vielen Bands und bei dem tollen Wetter drauen haben sich Custard den Jubel des Publikums wahrlich verdient erkmpft. Mir ist unbegreiflich dass die NRW-Metaller immer noch in kleinen Lden spielen bei der Klasse und vor allem den guten Liedern die das aktuelle Album "A Realm Of Tales" (2017) und auch die Vorgngerwerke doch bieten. Aber von dieser Qualitt habe ich ja einige Acts in den vielen Jahren "A Chance For Metal" Festival kennen gelernt. Ich hoffe wirklich, dass Custard um das letzte Grndungsmitglied Chris Klapper (seit 1987 am Schlagzeug) in dieser guten Form noch lange weiter machen werden!

Mask Of Satan

Mit dem finnischen Trio Mask Of Satan (hui, ich bekomme Angst!) gab es nun einen krassen, bewussten (?) optischen wie musikalischen Stilbruch auf diesem recht traditionellen Metal Festival. Ohne Backdrop oder hnliches stapfte die Band auf die Bhne. Der Gitarrist und Bassist waren in eine Art Mnchskutte gehllt und praktisch nicht zu erkennen. Alte Edgar Wallace Filme lassen gren! Nur der Drummer spielte um sein Leben und war optisch dabei nett, also ohne Maskerade anzuschauen. Musikalisch gab es eine Mischung aus Black, Death und etwas Doom Metal. Auf Dauer war mir das Gebotene optisch einfach zu langweilig und statisch, da die beiden Vorturner sich praktisch auch nicht bewegt haben. Die Resonanz im sprlichen Publikum war deshalb auch recht verhalten, obwohl auch wirklich ein paar Fans anwesend waren. So nutzten viele die Zeit auf dem Campground zu feiern, ins Schwimmbad zu gehen oder einfach nette Gesprche am Bierstand zu pflegen. Auf CD wrde mir die Musik sicherlich besser gefallen.

Stormhunter

Stormhunter! Das ist ja Mal ein klangvoller Name. Es gab und gibt viele Bands mit "Storm" in Namen die Metal machen. Mir war die Underground Power Metal Truppe aus Balingen jedenfalls kein Begriff aber der Name (in Plural) eines Katastrophenfilms ist es auch. Die Balinger sind aber keine Katastrophe und boten rauen Power Metal der im Gegensatz zu anderen Acts genug Ecken und Kanten hatte. Das Ganze wurde von einem recht eigenstndig tnenden Snger gekrnt war. Dieser passte von seiner Statur nicht in das Klischee ber Frontleute welches besagt das jene klein, hibbelig und redselig sind. Der baumlange Frontmann Frank Urschler redete nicht zu viel. Die Band berzeugte mit eigenstndigen Liedern und das Stageacting der Kuttentruppe war auch wie der gesamte Auftritt recht berzeugend. Wre das Leben gerecht mssten die Herren alle paar Jahre auf dem heimischen "Bang Your Head!!!" Festival spielen. Das dritte Album "I For An I" ist schon vier Jahre alt, mal sehen wann die Band wieder mal was aufnimmt!

Pripjat

Auch wenn ich bei dem Namen der deutschen Thrasher Pripjat aus Kln immer an einen Kleber oder eine Autofirma denken muss, berzeugt mich die Musik und das Konzert der 2011 gestarteten Band doch um so mehr. Optisch erinnern mich die Herren mit Migrationshintergrund an eine Mischung aus Machine Heads Robb Flynn und Death Angel. Dank neuem und sehr starken Album, sowie einiger Routine in den letzten Jahren schaffen es die vier Thrasher den schon durch die Sonne und die vorangegangenen Acts aufgeheizten Club mchtig in Wallung zu bringen und spielten sich in eine Art Rausch. Da machte es einfach Spa zu hren und zu schauen. Von der Intensitt, den Circle und Moshpits erinnerte mich dieses Schauspiel an den Freitagabend als Incertain aufspielten. Pripjat hatten somit genau den richtigen Platz im Billing und zogen viele Leute ihn ihren Bann. Ich bin mir sicher, dass die Klner in Zukunft sicherlich grer und bekannter werden wenn sie so weiter machen!

Crossplane

Crossplane sind mittlerweile schon so etwas wie die Hausband des ACFM Festivals, standen sie doch 2018 schon zum dritten Mal in Andernach auf der Bhne. "Wir sind Crossplane und wir spielen RocknRoll", das fasst eigentlich gut zusammen wo die Reise an jenem Abend ging. Die Essener um Snger und Gitarrist Celli haben sich in den letzten Jahren immer weiter im Billing nach oben gearbeitet und waren nun auf der Co-Headliner Position angekommen. Zu Recht, denn der Publikumszuspruch war hoch und das JUZ fast komplett gefllt. Die Herrschaften waren aber auch einfach sympathisch und man merkte dass sie immer wieder gerne hier am Rhein auftreten. So gert der Gig dann natrlich zum Triumphzug. Trotz Hitze und stickiger Luft gaben Band und Fans alles. Satte Rocker wie "King Of All RocknRoll Demons", "Bring The Fire" oder "Easy Lay" werden lautstark abgefeiert und fordern von einigen Anwesenden die letzten Energien. Nach dem Auftritt der Band attestierten sogar eingefleischte Thrash-und Death Metaller der Truppe einen hohen Unterhaltungswert. In dieser Form knnen Crossplane gerne immer wieder kommen. Das nchste Mal dann vielleicht sogar verdientermaen als Headliner? (Patrick Weiler)

Torment Of Souls

Den Headliner beim "A Chance For Metal Festival" geben zu mssen ist keine leichte Aufgabe. Diese Erfahrung mussten bereits einige Bands in den Vorjahren machen. Denn das Publikum hat sich traditionell schon oft vorher total verausgabt. Das beinahe sommerliche Wetter inklusive Saunaluft im JUZ und die extrem starken Auftritte von Pripjat und Crossplane sorgten dafr, dass es sich auch in diesem Jahr nicht anders verhielt. Als die Eifelzombies von Torment Of Souls die Bhne betraten, haben sich die Reihen bereits deutlich gelichtet. Als Lohn und Dank fr die Verbliebenen, hatten die Herren um Frontmann Jochen Hamper allerdings die bereits im Vorfeld angekndigten Paletten Gerstenkaltschale am Start, was dann doch einen feuchtfrhlichen Gig versprach. Aber auch ohne Bier werden die Anwesenden mit einem guten Auftritt belohnt. Die Setlist bot einen guten Querschnitt durch alle Schaffensphasen der Band und mit "Satan Calls", wurde auf speziellen Wunsch von Frau Hamper, die auch auf die Bhne durfte mal ein ganz alter Track vom Debt ausgegraben. Der Schwerpunkt lag aber natrlich bei den Songs vom immer noch aktuellen Album "Zombie Barbecue" und so nutzten die Fans die Gelegenheit bei Hits wie "Bone Stone Brain", Blooddawn" oder "The Walking Dead" ordentlich abzugehen. Zwischendurch verteilten Band und Crew dann noch die Paletten Bier an das feiernde Volk und sorgten damit fr einen extra glitschigen Moshpit. Da hoffte ich nur, dass niemand mit "Every Bone Broken" den Abend beendet hat. Band und Fans hatten sichtlich ihren Spa und so kann ich den Auftritt von TOS als durchaus gelungene Headlinershow verbuchen. Zum Abschluss bedankten sich die Zombies vor und auf der Bhne nochmals bei Veranstalter Jan Mller und seiner Crew fr ein wiedermal denkwrdiges "A Chance For Metal Festival". Mit "Beneath A Dark Mind" beschloss die Band dann das Event und die letzten Feierwtigen wurden zufrieden in die Nacht entlassen. (Patrick Weiler)

Das Festival endete so friedlich wie es begonnen hatte, die Campingwiese war auch wieder grn/ sauber. Also steht der Auflage im nchsten Jahr nichts entgegen!

Viele Videos von diesem Wochenende wie dieses hier gibt es in unserem You Tube Kanal:

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