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18. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing FARGO
Ort Piano, Dortmund
Datum 04.11.2017
Autor Peter Hollecker
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Die Autobiografie von "Fargo-Pedda" Peter Knorn (Ex-Victory) "20 Jahre Rock n Roll-Bis Hierhin Und So Weiter" lie es dazu kommen, dass dessen erste erfolgreiche Band Fargo wieder in den Fokus von Fans und Plattenfirma gert. Im April nchsten Jahres erscheint sogar eine neue Studioplatte und die Gruppe spielt seit dem Sommer wieder ein paar Gigs. So auch an dem ersten Samstag im November im feinen Dortmunder Club Piano, wo man quasi die Vorgruppe fr Epitaph gibt, jedoch mit einer stattlichen Spielzeit von einer Stunde bedacht wird. Zu den beiden Grndungsmitgliedern Peter Ladwig (Gesang und Gitarre) und eben Basser Peter Knorn wird das Line-Up durch Gitarrist Arndt Schulz (Ex-Jane) und Drummer Nikolas Fritz (Mob Rules) ergnzt. Obwohl an diesem Abend Knig Fuball im Pott regiert, ist das ehemalige Theater mit etwa 300 Zuschauern mehr als gut gefllt. Was erstaunt ist die Tatsache, dass nicht wenige gerade wegen Fargo anreisen und sich vor dem Konzert bei einem Plausch mit Fargo-Pedda Bcher und LPs signieren lassen. Dafr gibt es keinen Merchandise Stand, um CDs und/oder Shirts zu kaufen, was die Anwesenden doch verwundert. Aber die Vorbereitungen scheinen noch nicht so weit gediegen zu sein und ich habe das Gefhl, dass die Gruppe selbst erstaunt ber die positive Resonanz der Reunion ist.

Die Show im Piano besteht hauptschlich aus den frhen Klassikern der ersten drei Alben und wird mit "Frontpage Lover" erffnet. Frontmann Peter Ladwig hat sich fein gemacht und wirkt mit schwarzem Hemd und flotter Kurzhaar-Frisur optisch zwar alles andere als ein Rockstar, dafr ist seine Stimme jedoch immer noch sattelfest und sein Gitarrenspiel formidabel. Kaum zu glauben, dass der sympathische Hannoveraner schon 65 Jahre jung ist. Nach dem flotten Einsteiger begrt er das Publikum augenzwinkernd mit "Hallo, wir sind Fargo und ich hoffe wir stren nicht", wofr er schon mal einige Lacher und noch mehr Applaus erhlt. Die beiden Peters wechseln sich mit den Ansagen ab und es folgen gut abgehangene Rocker wie "Squeeze Me", "Girl Like A Trigger", "I `m A Looser", "Hard Attack" oder "Tokyo". Die Nebelmaschine leistet Hchstarbeit und die Stimmung steigt bei jedem Song, so dass die Zeit wie im Flug vergeht. Den musikalischen Hhepunkt bildet dann die wunderbare Halbballade "Arrows In The Wind", die die Southern Rock Vorlieben des Quartetts verdeutlicht. Fargo-Pedda hat sich natrlich seinen alten Adlerkopf-Bass umgeschnallt und verfllt zwischendurch immer mal wieder in einen Schnack mit seinem Vornamensvetter Ladwig. Der bekommt dann fr seine Leistung am Vox-Schlauch ein extra dickes Lob eines Fans, der ihm "Wie Peter Frampton" zuruft. Fargo-Pedda dazu: "Stimmt und der Vorname passt auch!" Ihr seht schon, Fargo legen an diesem Abend einen hchst unterhaltsamen und vor allem publikumsnahen Auftritt hin, der natrlich nicht ohne Zugabe enden darf. Diese ist dann das Allman Brothers Cover "Dreams I'll Never See", bei dem auch Arndt Schulz zeigen darf, dass er ebenfalls richtig gut singen kann. Insgesamt ein sehr gutes und kurzweiliges Konzert, dass die Freude auf das nchste Jahr mit neuem Material von Fargo steigert. Ein oder zwei Lieder des kommenden Albums wren zwar schn gewesen, doch auch so knnen Fargo das Auditorium berzeugen.

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