Navigation
                
16. Dezember 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

DEVIN TOWNSEND PROJECT - Ocean Machine - Live At The Ancient Roman Theatre Plovdiv  (Blu-ray)
Band DEVIN TOWNSEND PROJECT
Titel Ocean Machine - Live At The Ancient Roman Theatre Plovdiv (Blu-ray)
Label/Vertrieb Inside Out Music / Sony
Homepage www.facebook.com/dvntownsend
Alternative URL www.hevydevy.com/
Veröffentlichung 06.07.2018
Laufzeit 161:58 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 11 von 15 Punkten
>>Als E-Mail versenden
Devin Townsend ist Gott! So, jetz isses raus, puh... Nachdem das gesagt wre darf, nein, muss ich als Herzensfan dennoch einmal Kritik anbringen und das nicht, weil Mr. T. In den letzten 6 Jahren 4 Live-Verffentlichungen heraus gebracht hat. Da waren andere schon "fleiiger" und im townsend'schen Fall wurde auch immer darauf geachtet, den Shows eine eigene Note zu geben.
"By A Thread" prsentierte den vierteiligen DTP-Kosmos der ersten Stunde, "The Retinal Circus" war ein als Werkschau getarntes Musical und auch Ziltoid erlebte die Musical-Wiedergeburt in der Royal Albert Hall.
Was kredenzt uns der kreative Kanadier also diesmal? "Ocean Machine - Live At The Ancient Roman Theatre Plovdiv" lsst uns, wie der Name verrt, eines der beliebtesten und wegweisendsten Devin Alben seiner umfangreichen Diskographie in feierlichem Rahmen, konkret halt im rmischen Theater Plovdiv in Bulgarien erleben. DAS ist auch gar nicht mal der Anlass zu meiner Kritik. Um den Kufern einen amtlichen Gegenwert fr ihr Geld zu bieten, hat man sich nicht lumpen lassen und ein, im Vorfeld von den Fans selbst bestimmtes, Extra-Set obendrauf gepackt. Man macht sich quasi selbst die Vorband. Ein ganzes Dutzend Songs sind im "By Request"-Set, darunter Fanfavoriten wie "Deadhead" und "Deep Peace", aber auch das zuvor noch nie live gespielte "OM". Um das Ganze noch interessanter zu machen, wird die Band bei den 12 Liedern sowohl vom Chor als auch vom Orchester der Plovdiv Staatsoper begleitet. So weit, so geil, ABER wenn ich davon nichts hre, macht der ganze Aufriss keinen Sinn! Man sieht, dank vieler Schnitte (dazu gleich mehr) stndig, dass das Orchester mitmacht, doch hrt man davon viel zu selten etwas. Ich habe mit einem Freund geschrieben, der live dabei war und darauf hoffte, dass die DVD/Blu-ray Verffentlichung mehr hergibt als das Live-Erlebnis. Keine Fragen mehr, euer Ehren. Ich bin kein groer Freund dieser Metal-Klassik Kollaborationen, bei denen das Orchester die Band zukleistert, aber hier wre mehr... mehr gewesen. Devin Townsend hat in seiner Musik grundstzlich etwas Orchestrales. Das mittels eines guten Mixes (und glaubt mir, ich habe smtliche Einstellungen am Sound vorgenommen) nicht auszunutzen und diesen Teil des Konzerts zu einer Bombastorgie zu machen... ich verstehe es nicht. Den Piano-Part in "Bad Devil" htte der Pianist voller Hingabe spielen knnen - Nichts! Smtliche "Wall Of Sound"-Chre in den DTP-Songs htten die... na?!... Chre schmettern knnen - Wieder Nichts! Das liee sich jetzt ewig weiterfhren, aber ihr versteht, was ich meine. Besagte Chre wurden zudem trotz gefhlter 5.000.000 Schnitte so gut wie nie gezeigt. Was mich zum Schnitt bringt. Klar will man zeigen, was man aufgefahren hat, aber dass dort viele Kameras waren, ist nach rund 2 Minuten klar. Die Musik des DTP hat stets etwas Majesttisches, Erhabenes, da wren mir persnlich lngere Einstellungen oder von mir aus auch gemchliche Fahrten mit dem Kran lieber gewesen als beinahe Musikvideo-artige Hektik.
Nachdem der potentiell geile, erste Teil des Konzerts vorbei ist, rumen Orchester und Chor das Feld und die Band macht eine kurze Pause.
Das Jahrhundert-Album "Ocean Machine" spielt man dann zum Glck in klassischer Besetzung und das dermaen klassisch, dass Original Bassist John "Squid" Harder den 4-Saiter fr diesen Teil bernimmt. Netter Bonus. Hier gibt es dann im Grunde nichts auszusetzen, die Songs werden originalgetreu und sehr gefhlvoll intoniert. "The Death Of Music" (welches witzigerweise nicht auf der Hlle steht) erntet gefhlt die besten Reaktionen, kommt aber meines Erachtens nicht an die Royal Albert Hall Version heran. Der Sound ist definitiv massiv nachbearbeitet, so klingt es in keinem Amphitheater dieser Welt. Darunter leidet natrlich ein wenig die Live-Atmosphre vorm heimischen Gert. Da htte Devin seinen Perfektionismus ruhig etwas stecken lassen knnen.
Was mich als ausgemachten "Klatschhasser" noch strt sind die Spacken, die selbst solch hoch emotionale und ruhige Songs wie z.B. eben jenes "The Death Of Music" besonders in den leisen Passagen noch bejubeln, bepfeifen und beklatschen mssen. Kann keiner der Mucker was fr, ich sags nur. Hrt auf mit dem Schei!
Die rund 30-mintige Dokumentation "Reflecting The Chaos" gibt noch einen kurzweiligen Einblick hinter die Kulissen, inklusive Interview und Devin in einer bulgarischen Fernsehshow. Natrlich gibt es das alles, wie von Devin gewohnt, in mehreren, schicken Versionen.
<< vorheriges Review
TARJA - Act II (Blu-ray)
nchstes Review >>
OPETH - Garden Of The Titans Live At Red Rocks [...]


 Weitere Artikel mit/ber DEVIN TOWNSEND PROJECT:

Zufällige Reviews