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20. Juni 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

HELLSAW - Trist
Band HELLSAW
Albumtitel Trist
Label/Vertrieb Napalm Records / Edel
Homepage www.hellsaw.com
Verffentlichung 24.02.2012
Laufzeit 43:17 Minuten
Autor Jens Gellner
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Black Metal ist irgendwie immer so eine Sache; auf der einen Seite haben wir die Bands, denen die (geben wir's doch zu) arg schmal gesteckten Grenzen des Genres zu eng geworden sind, die sich anderen Einflssen ffnen, und die dafr von den selbsternannten True-Blackmetallern als kommerziell beschimpft werden; DIMMU BORGIR sind nicht das einzige Beispiel hierfr. Ja, und auf der anderen Seite haben wir eben die einzig wahren Blackmetaller. Die Old-School-Verfechter. Harte, fiese und mit abgrundtiefem Hass erfllte schwarze Seelen; vorzugsweise mit Corpsepaint, ist ja klar. Diejenigen, fr jene das Gerusch eines vorbeiratternden Gterzugs (am besten natrlich in der kalten, tristen Einde Norwegens) die einzig verzckendste Glcksseeligkeit verspricht, und fr die dieses Gerusch doch tatschlich eine unbeschreibliche Gefhlstiefe besitzt. Na ja, sei's drum. Und was hat das alles nun mit den sterreichern HELLSAW zu tun, die hier mit "Trist" ihr viertes Album verffentlichen? HELLSAW versuchen den Spagat zwischen Old-School-Gterzugrattern und Weiterentwicklung; was ihnen grtenteils auch recht gut gelingt, aber ich werde das Gefhl nicht los, dass immer dann, wenn die Musik eine gewisse Eigendynamik entwickelt und versucht, die Genregrenzen hinter sich zu lassen, irgendjemand "STOP!" schreit (oder vielleicht auch "KOMMERZ!"). Ganz nach dem Motto: nee, das geht so nicht, das ist so nicht Old-School genug. Was sollen denn die Leute denken? Aus meiner Sicht ist das eine hllische (im wahrsten Sinne des Wortes) Verschwendung von Talent; denn die Jungs von HELLSAW, wie auch die meisten anderen Black Metal Bands, beherrschen ihre Instrumente (KOMMERZ!) und wissen, wie man gute Songs (KOMMERZ!) und interessante Spannungsbgen (KOMMERZ!) verbindet. Was dabei rauskommt, wenn solche Bands sich von den spieigen (ja, so ist es!) Regeln des Genres lsen, kann man eindrucksvoll z.B. bei ENSLAVED, IHSAHN (KOMMERZ! BEIDE!) oder eben DIMMU BORGIR (AHHHKOMMERZKOMMERZKOMMERZ!!!) erleben. Was gibt es sonst noch zu "Trist" zu sagen? Die Produktion ist ok (KOMMERZ!), lediglich die Snare finde ich zu laut, was bei den Blastbeat-Parts ganz furchtbar nervt. Aber sonst... das bliche. Wer ein typisches Black Metal Album erwartet, bekommt genau das. Nur - davon gibt's schon so viele.
   
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