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24. September 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

SINSICK - Sinsick City
Band SINSICK
Albumtitel Sinsick City
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.myspace.com/sinsickband
Alternative URL de-de.facebook.com/pages/sinsick-fansite...
Verffentlichung 20.08.2011
Laufzeit 38:19 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Man muss schon sehr berzeugt von seinem Schaffen sein, wenn man seinem grten Kritiker sein neuestes Werk zum Rezensieren gibt. In diesem Fall geht das sogar so weit, dass ich bisher nie ein ausgesprochener Freund des Crossoversounds von Sinsick war.
Die Rheinland-Pflzer, alle aus der Gegend um das Stdtchen Sinzig (Wortspiel, anyone?!) waren mir bisher viel zu zerfahren und in meinen Ohren orientierungslos, als dass ich ihre Musik htte beurteilen wollen, zumal ich die Musiker persnlich kenne und schtze und von daher natrlich nur ungern vom Leder ziehe.
"Sinsick City", das zweite Studioalbum des Quartetts ist allerdings ein ziemlich unterhaltsames Stck Musik geworden und gibt nur wenig Anlass zum Meckern. Den bunten Mix aus Hardcore, Punk, Ska / Reggae, Hip Hop und Metal kann man gerne als liebevollen Tribut an die glorreiche Zeit des 90er-Kreuzbers sehen, als Suicidal Tendencies, Faith No More, Biohazard und Co. auf keiner Party fehlen durften. Das mag in manchen Momenten etwas angestaubt klingen (die Eigenproduktion ist auch nicht gerade state of the art), doch Sinsick sind die Kinder dieser Epche und tnen stets authentisch, man kauft ihnen ihren Sound einfach ab. Dazu gehren auch die partiell klischeehaften Texte, die Snger Mullero in deutsch und englisch zum Besten gibt. Am sympathischen Frontmann werden sich ohnehin die Geister scheiden. Wer jedoch mit Agnostic Front keine Probleme hat, wird sich auch am gepressten Roger Miret hnlichen Gebell nicht stren.
Was die Platte berdurchschnittlich macht, sind jedoch vor allem die vielen Hooks, die man eingebaut hat. So ziemlich jeder Song hat einen gewissen Wiedererkennungswert, da recht viel passiert. Seien es stilistische Schlenker von deftig punkigen Klngen hin zu relaxten Reggae / Ska-Anleihen ("My Thang", "Beast"), kleine Verneigungen vor den Szenevtern (der Anfang von "Rage" wurde zu 99% von Faith No Mores / Boo Ya Tribes "Judgement Night" Kollaboration "Another Body Murdered" inspiriert) oder aggressive Hip Hop / Punk Sounds in der Schnittmenge aus Megavier und Smokin' Suckaz Wit Logic (hier klingt Mr Mullero stark nach einer Mischung aus den Frontern von eben jenen SSWL und Onyx).
Wenn Sinsick auch kein Meisterwerk geschaffen haben, "Sinsick City" hat etwas, das vielen moderneren Produktionen abgeht: Charme! ... und zudem ein saucooles Artwork.
   
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