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21. Jul 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

KATATONIA - Night Is The New Day
Band KATATONIA
Albumtitel Night Is The New Day
Label/Vertrieb Peaceville
Homepage katatonia.com/
Verffentlichung 06.11.2009
Laufzeit 48:38 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Das aktuelle KATATONIA-Album "Night Is The New Day" wurde heute vor genau einem Monat verffentlicht. Seitdem hat die CD nur selten mein CD-Laufwerk verlassen, aber anstatt Abnutzungserscheinungen zu zeitigen, wchst dieses Kunstwerk unaufhrlich. "Kunst" bedeutet fr mich das Erschaffen etwas Einmaligem, das die Menschen berhrt. Und genau das tut die Musik von KATATONIA - auf "Night Is The New Day" noch eindringlicher als auf den Ehrfurcht gebietenden Vorgngern "The Great Cold Distance" und "Viva Emptiness". Die elf dargebotenen Dsterhymnen sind an Traurigkeit und Melancholie kaum zu berbieten und fhren einen entlang der bitteren Erlebnisse, die man tief im Herzen bewahrt; erinnern einen an die Narben auf der Seele, die entstanden sind durch den Verlust eines geliebten Menschen oder das Zerplatzen eines Lebenstraumes. Gleichwohl wirkt diese Konfrontation mit den Geistern der Vergangenheit nicht destruktiv oder deprimierend, vielmehr vermag die grazile Schnheit von Epen wie "The Promise Of Deceit" oder "The Longest Year" einem Strke zu verleihen mit solcherlei Erfahrungen konstruktiv und lebensbejahend umzugehen.

Immer wieder mache ich kleine Anspielungen auf andere meiner Lieblingsbands aus, ohne dass diese aufdringlich oder anbiedernd klingen wrden: "Idle Blood" erinnert an OPETH zu "Damnation"-Zeiten, der Anfang von "Nephilim" knnte von MY DYING BRIDE stammen und Jonas Renkses einfhlsamer Gesang wrde auch der nchsten ANATHEMA gut zu Gesicht stehen. Wie einfach htten es sich die Herren Renkse und Nystrm machen knnen, indem sie auf-Nummer-sicher-gehend ein paar massenkompatible Hits a la "My Twin" komponiert htten. Stattdessen verabschiedet einen das sphrische "Departer", bei dem ihr Landsmann Krister Linder die fnf Schweden gesanglich und kompositorisch untersttzt. Das Tpfelchen auf dem sprichwrtlichen "i" stellt das wunderschne Artwork von (wem sonst als) Travis Smith dar. Kunst kann man ja eigentlich nicht bewerten, aber wenn sie einem schonmal in diesem Kontext begegnet, kann sie nur die Hchstnote erhalten.
   
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