Navigation
                
18. Juni 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

SELIG - Und Endlich Unendlich
Band SELIG
Albumtitel Und Endlich Unendlich
Label/Vertrieb Sony BMG
Homepage www.selig.eu
Verffentlichung 20.03.2009
Laufzeit 52:38 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 10 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
SELIG waren mir richtig wichtig. Ihr Hippiemetal, sozusagen die deutschsprachige Variante der BLACK CROWES, hat mich damals, in den 1990ern oft begleitet. Nach wie vor bekomme ich bei Christian Neanders Gitarreneskapaden eine Gnsehaut. Gro war meine Trauer, als SELIG sich nach drei Alben, zahlreichen Musikvideos und 'ner Menge Tourneen '99 auflsten. Entsprechend gro war auch meine Freude als ich hrte, dass es sie wieder gibt, die SELIG.

Natrlich ist klar, dass zehn Jahre nicht spurlos an den den fnf Jungs bzw. Mnnern vorbei gegangen sind, dass sie 2009 anders klingen wrden als in der guten alten Zeit. Meine berraschung hierber hlt sich also in Grenzen, die Freude darber brauchte etwas Zeit, bis sie wirklich da war.
Der Vergleich mag hinken, aber eine Parallele zu den TOTEN HOSEN ist hier klar zu erkennen. SELIG sind erwachsen geworden. Der Zorn ihrer frhen Tage ist einer reiferen und eher kritischen Haltung gewichen. Das schlgt sich auch in der Musik nieder, wo der rohe, bluesige Rock Platz fr eine ruhigere und offenere Beschallung gemacht hat. Allerdings zeigen Songs wie "Du siehst gut aus" oder "Immer wieder", dass SELIG noch wissen, wie rocken geht.

SELIG haben an Realismus gewonnen, gleichzeitig aber ein angenehmes Ma melancholischer Unbequemlichkeit bewahrt und mit Jan Plewka nach wie vor einen der strksten, vielleicht sogar den strksten deutschsprachigen Snger in ihren Reihen.
Der klare, glatte Sound und die tolle Produktion von "Und Endlich Unendlich" passen zwar zum Album, stoen mir allerdings auch nach oftmaligem Hren noch ein bisschen sauer auf.
Eine coole Platte, die der Entwicklung und Reife von SELIG Rechnung trgt und stellenweise trotzdem richtig rockt. Ich freue mich sehr darauf, die Mnner demnchst mal wieder live zu erleben.
   
<< vorheriges Review
THE LOYALTIES - So Much For Soho
nchstes Review >>
RAY BARRACKS - Ready For Take-Away


Zufällige Reviews